Sinnvolles Einschwimmen


Mein Wochenendeinsatz auf der Walkingstrecke steckt mir noch immer in den Knochen, und dass, obwohl die Chefin ja für gestern den üblichen Ruhetag in den Trainingsplan geschrieben hat. Gestern wäre eine sportliche Betätigung auch gar nicht möglich gewesen, weil schon gerades Stehen für meine Waden eine echte Herausforderung war. Und aufstehen und gehen und so weiter. Im Prinzip war alles eine Herausforderung, was auch nur mit leichter Bewegung zu tun hatte.

Heute steht Schwimmen auf dem Plan und dank geübter Vorkocherei sehe ich dem Training entspannt entgegen, weil ich den Morgen schon etwas ruhiger angehen kann. Mittagessen holen der Zeugwart und ich einfach aus dem Kühlschrank, wie praktisch. Und dann bewege ich mich langsamer als sonst zum Schwimmbad, ich selbst, wegen immer noch andauerndem Muskelkater, das Auto, weil es seit dem die Ferien gestern wieder zu Ende gegangen sind, wieder deutlich voller auf der Strasse ist. Viel los ist dafür heute früh im Training nicht. Es ist sicherlich noch deutlich Skisaison und alle die keine Kinder haben und deshalb nicht auf die Ferien angewiesen sind, fahren natürlich jetzt.

Wie üblich wird sich ausgiebig eingeschwommen. Mittlerweile erfolgt der Wechsel der unterschiedlichen Lagen, das Strecken und Recken, das langsame Beschleunigen und Wassertasten schon recht gut. Ich erlebe das Einschwimmen zum ersten Mal bewußt sinnvoll. Sonst bin ich halt 300 oder 400m geschwommen und es zählte irgendwie zum Training, weil ich keine große Veränderung bemerkt habe. Heute merke ich die deutlich. Das Einschwimmen lockert alles und der Muskelkater stellt fest, dass er doch gar nicht so fest sitzen muß und lässt etwas nach. Bewegung hilft eben doch, wenn man Muskelkater hat.

Natürlich empfinde ich das Training heute wieder als anstrengend. Die Chefin hat sich zusätzlich noch einen 400m Test erbeten. Der Adler verlangt mir heute mal wieder alles ab. Oder zumindest einiges. 200m Intervalle immer abwechselnd mit 50m nur Arm- oder nur Beinbenutzung zum Beispiel. Das ist viel verlangt am frühen Morgen. Ich quäle mich. Nur mit Armzug zu schwimmen, egal in welcher Schwimmlage fällt mir leicht, nur mit den Beinen zu schwimmen ist total anstrengend, ich kommer nicht voran, gehe aber wenigstens nicht einfach nur stumpf unter, sondern halte mich über Wasser. Unglaublich, dass der Adler das Ganze Spektakel drei mal schwimmen lässt. Also 3x 200m abwechselnd. Ich bin schon von der Vorstellung fix und fertig, ziehe das aber natürlich trotzdem durch, ich bin ja nicht zum Spaß und Plantschen hier und der Adler wird sich ja was dabei gedacht haben.

Die nächsten drei mal 200m schwimmen wir ganze Lage Kraul und sprinten immer den Anfang einer Bahn volle Kanne, bis nicht ganz zur Mitte. Also so rund 15-20m. Im Anschluß schwimmen wir die Bahn zwar locker aus, aber irgendwie bin ich trotzdem schneller als sonst und schwimme nicht so entspannt, wie ich könnte, laut der Ansage des Adlers. Irgendwie denkt mein Körper, wo ich ja schon mal schwimmerisch auf Touren bin, kann ich ja auch den Rest der Bahn zügig schwimmen. Trotzdem nehme ich natürlich raus. Klar. Statt mich im Anschluß einfach nur locker auszuschwimmen, mache ich noch den gewünschten 400m Test für die Chefin und schwimme erst im Anschluß aus. So viel Zeit muß sein, trotz Jahresabschluß, spektakulären Verbuchungen und Nummernwundern. Ich steige heute ziemlich geschafft aus dem Becken und kaum stehe ich unter der Dusche, macht sich der Muskelkater auch gleich wieder bemerkbar, besonders meine Beine verübeln mir anscheinend die nur Beine Schwimmerei.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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