Mein Glückstag


Ach was ist dieser Jetlag eine Last, da würde selbst eine angenehmere Art zu reisen nichts ändern. Die Welt hat nunmal unterschiedliche Zeitzonen und die lassen sich durch schnellere Reisemöglichkeiten, oder bequemere, nun mal nicht ändern. Heute früh wache ich unausgeschlafen auf und will eigentlich nicht zum Schwimmtraining. Aber ich fühle mich immer besser nach dem Training und ich bin dann auch immer froh, dass ich gegangen bin. Also mache ich es wie an einem normalen Dienstag und stehe auf. Die Kälte draußen bekämpfe ich noch vor dem Einsteigen mit der Standheizung und der glitzernden Strasse begegne ich mit Respekt und Vorsicht. In den Graben zu rutschen passt heute nicht zu meiner Tagesplanung.

Heute wird nämlich mein Glückstag. Nicht nur, dass er ganz sicher mit einem großartigen Schwimmtraining beginnt, nein, er setzt später noch einen drauf, denn ich gehe zum Kniespezialisten und bin voller Hoffnung. Nach dem letzten Arztbesuch kann der Spezialist mir nur etwas positives sagen. Alles andere würde mich sicherlich schocken und sehr traurig machen. Der König, bei dem ich im vorletzten Jahr schon mal war, wird mir heute für mein Knie sicherlich eine gute Nachricht geben können. Diesmal bringe ich immerhin MRT Bilder mit. Aber zuerst geht’s ins Schwimmtraining. Der Adler lässt uns ausgiebig einschwimmen und weil ich eine der ersten im Wasser bin, schwimme ich noch 100m mehr. Das macht aber gar nichts. Einschwimmen liegt mir mittlerweile sehr. Es ist nicht mein absoluter Favorit, aber es liegt mir deutlich mehr, als z.B. Gruppensprintübungen.

Nach dem Einschwimmen folgt eine kurze Sequenz von 200m aus Technikübungen und dann absolvieren wir 8x100m nach Ansage. 50m Abschlag vorne, 25m Faustschwimmen und 25m Wasser werfen, 15 Sekunden Pause, weitermachen. Gut, dass ich keinen Trainerschein habe und auch erfreulich, dass ich mich auf den Adler einfach verlasse. Bislang hat mich sein Training ausschließlich schneller und besser gemacht, deshalb habe ich auch keinen Grund an den Methoden zu zweifeln. Allerdings bin ich schon immer wieder erstaunt, was es alles zum abschwimmen gibt, noch ehe das Hauptprogramm losgeht. Der Adler ist nämlich sehr gewitzt und teilt das immer so locker mit, vor dem Hauptteil machen wir heute noch 8x100m. Ahja. Heute bin ich mal wieder mit der Blume auf der Bahn und erfreulicherweise teilen wir außer der Bahn auch noch den gleichen Humor.

Ohne Humor wäre die Ansage, dass das Hauptprogramm gleich wie folgt aussieht, auch nicht gut ertragen. So finden wir die „wir schwimmen jetzt immer 500er Blöcke“ sogar fast schon witzig und strahlen den Adler einfach nur an, während er das Programm jedes 500m Blocks mitteilt. Klar. Alles gar kein Problem und schon schwimmen wir los. Wenn wir jetzt noch groß überlegen, wie verrückt das Programm ist, dann verlieren wir nur Zeit, was blöd wäre, weil wir die 500er Blöcke ja sonst nicht rein bekommen. Es ist also ein schlichtes Abwägen und so ist eine Entscheidung ratz fatz getroffen.

Wir schwimmen. 500m Blöcke. Und zwar so selbstverständlich, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Ich steige heute mal wieder ziemlich geschafft aus dem Wasser und genieße die warme Dusche samt Glückstag Duschgel heute außerordentlich. Erstaunlich, wie viel Entspannung warmes Wasser geben kann. Würde ich jetzt noch dehnen und was essen, könnt ich gleich weiter schwimmen, da bin ich sicher. Aber heute kommt es dazu natürlich nicht. Immerhin muß ich ja auch arbeiten und dann natürlich samt meiner MRT Bilder zum Arzt. Ein ganz wichtiger Termin heute!

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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