Was für ein Stil


Heute früh bin ich fit, wie ein Turnschuh und freue mich total auf das Schwimmtraining. Meinem Knie geht’s prima, es ist kaum angeschwollen und scheint meinen gestrigen Ausflug in die virtuelle Welt der Avatare und damit verbundenen Gruppenausfahrt gut verkraftet zu haben. Natürlich habe ich meinen Avatar gestern noch personalisiert. Es gibt nun also eine Claudi in dieser virtuellen Welt, die mit Helm ausgestattet ist. Ob ich sie demnächst nochmals durch die Gegend fahren lasse, weiß ich allerdings noch nicht. Ich muß die Thematik erst mal ausreichend verstehen. Vielleicht lese ich mir die Regeln demnächst einfach mal durch, oder stöbere durch ein Hilfeforum. FulGaz finde ich da deutlich einfacher. Ich suche mir eine schöne Strecke aus, prima sortiert nach Höhenmetern und Entfernung… und schon kann es losgehen.

Beim Schwimmtraining bleibt mir heute keine großartige Zeit um darüber nachzudenken, was ich beim radeln noch so alles machen will oder machen könnte. Der Adler verlangt meine komplette Aufmerksamkeit für sein Training und natürlich bekommt er sie auch. Einschwimmen, Übungsabfolgen und Hauptprogramm. Alles ist wie üblich und dann eben doch nicht. Kein Schwimmtraining ist wie das Letzte. Zumindest nicht bei mir. Ich habe meinen endgültigen Schwimmstil anscheinend noch nicht gefunden. Mal schwimme ich stark über die Schultern, mal fasse ich das Wasser ganz, mal ist der Daumen abgespreizt, mal angelegt. Ich mache Handkörbchen und wenig Beinschlag, oder fast flache Hände und viel Beinschlag. Mal sind die Füße angespannt, mal hängen sie einfach nur rum. Ich bin da nicht konsequent.

Warum das so ist weiß ich aber nicht. Irgendwie passe ich das nach jeder Technikübung an. Heute versuche ich darauf zu achten, was ich beim einschwimmen mache. Das sollte doch ein guter Indikator dafür sein, wie ich schwimme. Beim Einschwimmen mache ich es schließlich so, wie es mir eben von der Hand geht. Ohne großartig darüber nachzudenken. Einschwimmen ist ja so etwas, wie warm werden. Ich habe also nur die Aufgabe den ganzen Athletenkörper von der Morgenmüdigkeit zu befreien und die Kälte von draußen irgendwie aus den Gliedern zu schwimmen. Und das passiert ja eigentlich intuitiv. Trotzdem schwimme ich die ersten 300m meist super flott. In jeder Schwimmart, aber besonders im Kraul.

Und meinen persönlichen Schwimmstil kann ich irgendwie nicht festlegen. Also ob ich das Kraulen immer auf die gleiche Art und Weise tue. Wahrscheinlich schon. Aber ich benutze zum Beispiel meine Schulter nicht übermäßig. Zumindest fällt es mir nicht auf. Ich greife auch nicht besonders weit nach vorne, oder drücke besonders durch. Ich mache einfach nichts, was auffällig besonders ist. Ich schwimme einfach. Heute 300m ein und dann geht’s eben los. Techniktraining und längere Programme, einfach alles, was der Adler am Beckenrand so anordnet. Beim Adler zweifle ich nicht, beim Adler wird einfach gemacht. Umgesetzt, was er ansagt. Seit dem ich beim Adler schwimme sagen andere Leute die mich schwimmen sehen oder mal die Zeit nehmen, dass ich schneller geworden sei. Es scheint also nicht sinnfrei zu sein, was der Adler anordnet. Es hat also alles Hand und Fuß.

Obwohl Adler ja keine Hände haben, sondern Flügel. Aber gut. Mein Adler kann halt alles zusammen. Manchmal ist das eben so. Als ich nach 75 Minuten aus dem Becken steige sind meine Arme ganz schön müde. Ich habe das Gefühl, als wäre das Wasser heute signifikant schwerer gewesen, als sonst, so dass ich wirklich viel mehr machen musste um voran zu kommen, als ich es sonst tue. So viel, dass ich Mühe habe meinen Rucksack zur Dusche zu tragen und dann die Hände zum Haare waschen nach oben zu heben. Meine Hände sind massiv schwerer als sonst. Verrückt. Ich schleppe mich frisch geduscht und nicht mehr nach Chlor riechend zur Umkleide und mehrere mich aus. Wie organisieren sich andere bloß nach dem Schwimmen? Bei mir herrscht totales Chaos in so einer Umkleidkabine.

Der wichtigste Grundsatz, die nassen Sachen von den trockenen getrennt zu halten, gelingt mir meistens, aber dann ist ja auch eine Reihenfolge schlau und irgendwie komme ich, trotz Taschenorganisation nicht so wirklich zum Zug. Heute ist ja eh alles schwerer als sonst, aber ich bin auch ziemlich fahrig und überlege, ob ich mich tatsächlich anders organisieren kann. Denn nur, weil etwas organisiert ist, heißt das ja nicht, dass es sinnvoll ist, oder gut durchdacht. Was für den einen funktioniert, klappt für den anderen vielleicht nicht. Heute klappt es bei mir nicht so gut, obwohl die Methodik in den letzen Wochen ganz ok geklappt hat. Ich muß die Schwimmtasche auch dringend noch mal ausmisten und alles, was ich wirklich nicht brauche auch einfach nicht mehr mitnehmen. So oft, wie ich mittlerweile im Wasser bin, kann ich tatsächlich einschätzen, ob ich etwas nutze, oder ob es einfach nur hübsch aussieht. Anti-Beschlag Zeug zum Beispiel. Nutze ich nie im Schwimmbad. Wenn ich es nutze, dann daheim. Das sortiere ich also gleich mal aus, wenn ich heute Abend daheim bin.

Mit meinen ziemlich müden Armen fahre ich heute ins Büro. Morgen steht ein 1000m Test an. Ich bin sehr gespannt, wie der klappen soll, bei diesen Gummiarmen… aber wir werden schon sehen.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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