Balance – schwerer als gedacht


Wenn ich meine Knieübungen mit Bandage mache, geht es dem Knie besser. Und damit natürlich auch der Athletin, weil das Knie mit dem Druckgefühl einfach da ist und mir den Tag versaut. Nicht darauf achten geht nicht. Also wenn jemand sagt, ignoriere es doch einfach, dann muß ich leider sagen, dass das unmöglich ist. Ähnlich unmöglich, wie wenn ein Stückchen Salat zwischen den Zähnen hängt, oder Popcorn zwischen Zähnen und Zahnfleisch. Das Stückchen ist zwar winzig, aber ignorieren geht eben einfach nicht. Es macht einen schier verrückt, wenn man ehrlich ist.

So ist das Knie auch. Mittlerweile nervt es mich schon manchmal, wenn es sich so anfühlt, wie es das eben schon jahrelang getan hat. Ich mache deshalb tatsächlich auch am Ruhetag die Übungen. Nicht exzessiv, aber ein bisschen. Ein Ruhetag soll ja auch einer sein, deshalb macht das keinen Sinn da jetzt ein komplettes Athletiktraining reinzupacken. Aber es macht ebenfalls keinen Sinn nicht richtig schlafen zu können, weil das Knie schmerzt und die Sache anders sieht.

Nach der gestrigen, doch recht hügeligen Radausfahrt, machte sich das Knie hervorragend. Lediglich der extrem müde Oberschenkel war froh um jede Minute Ruhe auf der Couch oder im Bett. Er hat sich einfach nur entspannt und den Sonntag ausklingen lassen. Manchmal fordern Muskeln eben genau das ein, was sie brauchen. Der Tag heute war für den Oberschenkel auch weitestgehend entspannend, obwohl er ein paar Treppen gelaufen ist. Für mein Knie ist die Schreibtischsitzerei weniger erquickend und so habe ich heute Abend tatsächlich erneut ein leichtes Druckgefühl.

Ich kümmere mich aber gleich nach dem Abendessen darum. Immerhin sind wir nun dank der Messe vom Wochenende bestens ausgestattet. Wir hatten auch schon vorher Trainingssachen, aber manches wird über die Zeit besser oder das Sortiment wird eben erweitert. Die Verkaufsbezeichnung von dem Balance Board, dass wir auf der Messe gekauft haben ist bei Good Mood Sports ja „Balance Multi-Fun-Board„, was mich wirklich schmunzeln lässt. Wir haben uns ja extra das Set gekauft, weil es vom Preis her attraktiv war und wir so eben alles zusammen haben.

Falls wir unsere Fähigkeiten weiterentwickeln und feststellen, dass nur eine Sache langweilig wird. Ob und wann das genau passiert, weiß ich natürlich nicht. Ich vermute aber, dass es schneller beim Zeugwart passiert, als bei mir. Soviel ist mal sicher. Heute lege ich auf jeden Fall gleich mit den Übungen los. Nicht übermäßig, es ist ja Ruhetag. Aber zumindest so viel, dass das Knie merkt, dass ich mich darum kümmern. Meistens nützt das schon, um das Druckgefühl wegzuarbeiten. Selbstverständlich alles mit Bandage, damit die Kniescheibe auch richtig steht.

Die Balancierei ist wirklich faszinierend. Da macht man das ein paar Minuten und tatsächlich gewöhnt man sich etwas und die Wacklerei lässt etwas nach. Ich trainiere ausschließlich auf dem Kissen, weil es mir am ungefährlichsten vorkommt. Holz auf Kissen passt am besten, so mein Bauchgefühl. Das kann kaum wegrutschen und das Holzbrett sitzt auch ordentlich. Auf der Holzrolle wackelt es ähnlich und auch nur nach rechts und links, trotzdem erscheint mir die Balancierei mit der Holzrolle wesentlich schwieriger.

Heute übe ich also ein bisschen balancieren. Das klappt auch ganz ok, ist aber total anstrengend. Ich bin wirklich sehr gespannt, wann es besser wird und vor allem, wann ich so balancierend auch mal etwas anderes machen kann, als auf einen Punkt an der Wand zu starren um der Situation Herr zu bleiben.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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