Mentaltraining im Wind


Gefühlt regnet es heute auch nur einmal und das ist tatsächlich gar nicht so. Obwohl es immer regnet, wenn ich aus dem Fenster schaue, so sehe ich doch am Horizont heute früh auch deutlich die Sonne. Und weil der Zeugwart heute einen langen Lauf machen möchte und die Chefin mir 1,5 Stunden radeln auf den Plan geschrieben hat, entscheide ich schnell, dass ich ihn begleite. Alleine laufen ist zwar gutes Mentaltraining, aber manchmal kommt es darauf nicht an.

Manchmal ist die Gemeinschaft wichtiger, als das Mentaltraining. Und einen Wasserträger zu haben ist bei einem langen Lauf eine wirklich feine Sache. Außerdem kann ich so prima eine hohe Trittfrequenz trainieren, die mir beim tragen der Bandage gut tut und den Oberschenkel schult. Gestern habe ich ja eine gute Stunde Athletiktraining gemacht und dabei so viele Muskelgruppen trainiert, dass mir heute vom Prinzip her einfach alles weh tut. Etwas locker auszuradeln dürfte zwar nicht ganz im Sinne der Chefin und ihres Trainingsplanes sein, aber es ist besser, als auf der Couch zu liegen und gar keine Bewegungen durchzuführen.

Obwohl mir der Muskelkater da schon beim anziehen andere Hinweise gibt. Ich trage heute meine wasserabweisende Hose, die in den letzten Jahren recht zuverlässig war und auch gleich meine Regenjacke. Bei dem aprilligen Wetter habe ich ansonsten die Befürchtung, dass ich mich ständig in die Regenjacke schäle um sie dann gleich wieder auszuziehen. Also eine Schicht drunter und Regenjacke als Jacke drüber. So ist auch des Zeugwarts Trick für seinen heutigen Lauf. Als Läufer braucht er aber keine regenabweisende Hose, seine Beine sind dem Regen ja nicht so ausgesetzt, wie meine.

Ich verzichte auf die kurze Überhose, und frage mich nach der Ausfahrt dann auch ganz sicher, wie ich da nur drauf gekommen bin, aber für den Moment fühlt sich das ok an. Über den Helm kommt der Regenüberzieher und schon hole ich mein Rädchen aus dem Keller und wir pumpen nach. Anscheinend gibt’s mit meinen Ventilen ein Dichtigkeitsproblem im Moment. Meine Reifen verlieren überdurchschnittlich viel Luft über Nacht, aber bereits mehrere Schadenüberprüfaktionen haben nicht zur Entdeckung eines Grundes für den Luftverlust geführt. Ein Loch habe ich in keinem Reifen.

Auf der heutigen Strecke schüttet es vier mal so kräftig, dass ich nass bis auf die Haut werde. Der Zeugwart und ich können aber gut darüber lachen und stemmen uns nicht nur gegen die Orkanböhen, sondern eben auch gegen den Regen. Der Zeugwart natürlich auch immer in der Aussicht auf Rückenwind, wenn wir wieder in Richtung Heimat unterwegs sind. Mir ist der Wind nicht egal, aber natürlich auch nicht ganz so wichtig. Einmal versetzt mich eine Böhe etwas, aber meine Radbeherrschung ist ganz gut heute.

Der Zeugwart läuft heute großartig und mein Oberschenkel teilt bei der Ankunft daheim mit, dass er ziemlich angestrengt ist und Radfahren mit hoher Trittfrequenz eher nicht zu den Lieblingssporteinheiten zählt. Das ist aber ganz sicher keine endgültige Erkenntnis, da bin ich mir sicher. Ich probiere das auf jeden Fall noch mal, da setzt doch bestimmt ein Trainingseffekt ein. Irgendwann.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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