Danke Chefin


Heute danken wir beim viel zu frühen Kaffee vor dem Schwimmtraining alle mehrfach der Chefin, die sich das Sonntagsprogramm ausgedacht hat. Weil sie, so muß es sein, einfach nicht versteht, dass frühes Schwimmen an einem Sonntag eh schon total verrückt ist und es durch die Umstellung der Uhren nicht besser wird. Danke Chefin. Sie versucht sich zu erklären, dass die Unter-Wasser-Rugby Spieler ja dann kommen und dann die Familien und überhaupt, aber im Grunde können wir alle ja eh nichts dagegen tun. Wir sind ja jetzt auch eh schon aufgestanden, da könnte man sich zwar auch wieder hinlegen, aber so richtig cool wäre das auch nicht.

Also fahren wir zum Barbados, lösen eine Eintrittskarte und ziehen uns um. Tatsächlich gibt’s schon fleißige Schwimmer und die Chefin teilt mich auf eine Bahn ein und ich schwimme mich 200m ein um dann den Anweisungen zu lauschen. Heute wird es Techniklastig. Zumindest startet es so.

Ich trage heute meinen neuen Badeanzug, weil ich mittlerweile tatsächlich den ein oder anderen dünn geschwommen habe. Ich glaube zwar, das dünn werden liegt mehr an den äußerlichen Bedingungen, also am Chlor, als an mir, aber da alles möglich ist, will ich da jetzt auch nicht mein ganzes Training klein reden. Wenn so ein Badeanzug ständig im Einsatz ist, dann ist es eh auch ok, wenn man den mal austauscht. Und generell kann man auch ruhig mal einen neuen Badeanzug schwimmen. Das mache ich heute.

Der Badeanzug fühlt sich klasse an. Von der Länge her brauche ich den auch, am Bauch sitzt er etwas locker. Ich könnte also locker mehr Bauch reinpacken… oder vielleicht ist der auch einfach so geschnitten? Für die Leute, die viel Wasser schlucken vielleicht? Mich stört das jetzt nicht massig, der Badeanzug und ich sind ein gutes Team heute. Die Chefin hat mich auf eine Bahn gesteckt, bei der ich nicht sicher bin. Warum hat die Chefin mich hier drauf gepackt? Entweder, die anderen Schwimmer sind normalerweise viel schneller und durch die Umstellung der Uhren geschwächt, oder sie unterschätzt mein schwimmerisches Können. Massiv.

Ich schwimme bei jeder Technikübung auf die vor mir auf, und zwar selbst dann, wenn ich eine halbe Bahn Abstand lasse, bis ich losschwimme. Ich bin einfach ein geübter Ente und Hundepaddel Schwimmer und könnte im Unterwasserkraul oder im Badewannenschwimmen glatt an Wettkämpfen starten, so gut klappt das mittlerweile. Im Badewannenschwimmen überhole ich alle, bis auf eine auf meiner Bahn… und die ist 4 Meter vor mir gestartet und ist nur knappe 50cm vor mir dort. Ha. Die hätten das Becken dafür also einfach noch etwas länger machen müssen… das wäre ja wohl auch gegangen. Verstehe ich gar nicht, warum die nach 50m schon aufgehört haben.

Wie auch immer bin ich auch bei den anschließenden Sprints davon überzeugt, dass ich auf der falschen Bahn einsortiert bin. Bei den angesagten 600m mit der folgenden Sprintansage: 25m Sprint, 75m locker, 75 locker, 25m Sprint und so weiter, wird nach jedem 100erter am Beckenrand verschnauft. Zusätzlich scheint die Aufgabenstellung nicht ganz klar, ich glaube, meine Bahnmitstreiter haben selten so eine Ansage im Ohr. Der Adler dagegen teilt mir im Frühschwimmen regelmäßig genau solchen Trainingsansagen mit, weshalb ich diesbezüglich absolut im Training bin.

Nach dem Duschen geht’s geordnet zurück zum Hotel und dann zum Tricamp Sportler Frühstück. Und dann ist das Wochenende auch schon so gut wie vorbei. Wir sitzen noch eine Weile quatschend zusammen im Stuhlkreis und können uns irgendwie nicht wirklich trennen… aber da das Ende nur aufschiebbar ist und nicht vermeidbar, sagen wir nach dem letzten Kaffee allen Tschüss und fahren wieder nach Hause. Ein wunderbares Wochenende im Kreise toller Menschen und lieber Freunde geht zu Ende.

Zum Andenken haben wir ein bisschen Muskelkater im Gepäck und jede Menge durchgeschwitzter Sportklamotten. Und natürlich die Hoffnung, auf ein baldiges Wiedersehen.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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