Eine Schicht zu wenig


Das Schwimmbad hat einen Defekt. Schon letztes Jahr hatte es einen, der hat sogar mehrere Woche gedauert. Letztes Jahr war es ein Wasserrohrbruch, was für ein Schwimmbad ja nun wirklich kontraproduktiv ist. Was es heute für einer ist, weiß ich nicht, aber das Frühschwimmtraining mit dem Adler ist abgesagt. Ich glaube, er ist sowieso noch unterwegs im Trainingslager? Egal, abgesagt, ist abgesagt und so brauche ich eine Alternative zum Schwimmtraining. Die Chefin ist ja erbarmungslos mit ihren Sportansagen über die Internetplattform und so weiß ich, dass ich mir besser eine Alternative suche.

Außerdem will ich im Trainingslager auf Mallorca auch nicht die am schlechtesten trainierte sein. Das wird zwar trotzdem passieren, aber so kann ich wenigstens behaupten, das Training hätte keinen Effekt und nicht, dass ich erst gar nicht trainiert habe. Ich beschließe, dass es auch heute wieder ein Morgenwalk wird. Wenn ich das Sportprogramm auf heute Abend schiebe, dann wird das wieder nichts. Ganz einfach deshalb, weil die Tage derzeit im Büro wieder extrem lang sind. Irgendwie bin ich die Antwortstelle für alles und jeden. Und irgendwann muß ich ja auch mal meine eigentliche Arbeit machen.

Also ist Frühsport angesagt. Die Tage, an denen ich morgens walken war, sind allesamt top gewesen. Heute will ich diesen Lauf wieder umsetzen. Im Anschluß mache ich dann wieder ein paar Knieübungen und nutze auch das Wackelbrett. Irgendwie habe ich die Temperatur unterschätzt heute. Denn als ich auf die Straße trete, ist es doch empfindlich kalt. Auf dem Feld sind sogar die Partien die noch im Schatten liegen gefroren. Ich bin irgendwie auf wärmere Temperaturen eingestellt. Zwar trage ich eine Jacke, aber für 2°C würde ich eigentlich noch eine Schicht mehr anlegen. Ist ja nicht so, als hätte ich nichts anzuziehen.

Ich arbeite heute wieder vermehrt an meinem Gehstil. Wie setze ich die Füße auf und vor allem wo? Robert hat mir das ja wirklich ausgiebig gezeigt, also wenn ich das jetzt nicht verstanden habe, dann weiß ich es auch nicht. Es ist aber trotzdem unheimlich schwierig das umzusetzen. Vielleicht wegen der Kälte? Oder, weil es einfach vollkommen anders ist, als ich sonst so rumstolziere. Letzteres ist wahrscheinlicher, natürlich. Um den Fuß richtig aufzusetzen, muß ich das Knie höher als „normal“ anheben und dann das Bein auch weiter durchziehen, damit der Fuß eben unter mir auf den Boden gesetzt wird.

Sonst bin ich ja ein Fersenwalker und der Fuß setzt vor meinem Körper auf. Dabei bremst er mich ganz toll ab und dann muß ich mich wieder beschleunigen. Ja, der Robert mit seiner Lauftechnik… so einfach und logisch und doch so kompliziert. Aber es ist nicht unmöglich das zu verändern. Aber das Walken wird dabei eben anstrengend. Immerhin ziehe ich mir ja aber auch Sportklamotten an. Ich könnte ja auch in Jeans und Pulli spazieren gehen. Aber nein, ich trage Laufklamotten und deshalb ist Anstrengung auch legitim und sogar erwünscht.

Daheim angekommen bin ich in den Trainingsfortschritten des Nachrichtensprechers, auf seinem Weg zum Ironman etwas weiter und habe mehr als einmal ordentlich geschmunzelt. Diese doch sehr lebensnahen Beschreibungen seines Trainingsalltags sind mehr als erfrischend und ziemlich toll erzählt. Hoffentlich bleibt das Buch so, das wäre grandios. Ich entledige mich meiner Jacke und der Laufschuhe und kümmere mich um das Knietraining. Die Bandage gehört mittlerweile ja eh zu jeder Sporteinheit dazu und irgendwie deshalb auch das Knietraining. Praktisch jedes Training schließe ich mit einem Bonusprogramm ab. Entweder sind es einbeinige Kniebeugen, oder es wird auf dem Wackelbrett gestanden. Ich arbeite auch viel mit dem Terraband.

Hoffentlich hat das alles irgendwann auch mal einen positiven Effekt! Heute steige ich auf jeden Fall ziemlich durchgeschwitzt unter die Dusche. Hätte ich wirklich nicht gedacht… ich bin ja schließlich nur schnell gegangen.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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