Auf zu neuen Taten


Nachdem diese Woche wirklich arbeitstechnisch mal wieder aus dem vollem geschöpft hat und das Schwimmbad noch immer mit seiner Schließung glänzt, fällt das Schwimmtraining heute Abend aus, und ich gehe nach Feierabend am Nachmittag laufen. Ich will frische Luft schnappen und meine neuen Sportklamotten einweihen. Auch ein Walker braucht Schuhe und eine Hose und so habe ich mir im Sonderangebot ein paar schönes Sachen geschossen. Ich kann schließlich weder ohne Hose, noch ohne Schuhe unterwegs sein.

Und nein, ich habe keine extra walking Schuhe gekauft. Spazieren kann man in jedem Schuh. Hauptsache der ist ordentlich geschnürt. Und weil ich auch noch neue Laufsocken bestellt habe, passt es erst recht. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass Laufsocken nach Jahren auch mal aufgeben. Und dass es auch nichts bringt daran festzuhalten, dass die ja die letzten 6 Jahre top waren. Durch ist durch und da muß auch der schönste Socken einsehen, dass es Zeit ist zu gehen. Und zwar nicht mit mir raus, sondern in die Mülltonne.

Den Nachmittag lasse ich also beim laufen ausklingen. Die Chefin hatte ja Schwimmen aufgeschrieben, so dass ich mir mein Laufprogramm selbst ausdenke. Ich will sie auch nicht nach einer Wochenumstellung fragen, weil sie sich ansonsten garantiert extrem kreativ auslebt. Also mache ich einfach und sie erfährt dann später dass das Schwimmbad kaputt ist. Das wird schon passen. Ich walke heute eine Stunde. Ich finde für einen Freitag Nachmittag scheint das eine gute Zeit. Und ich laufe so, dass ich meinen Fuß unter meinem Körper aufsetze und die Knie deshalb höher als gewöhnlich beim Spazierengehen anziehe.

Immerhin muß man die Knie hoch bekommen, um den Fuß richtig aufzusetzen. Nämlich mit der Fußmitte und nicht mit der Ferse. Manchmal glaube ich, dass diese ganze Lauftechnikmacherei, vor allem mit Robert, aber auch vor ihm schon mit Anderen, einfach unmöglich anstrengende Zeiten nach sich ziehen und dass man den Teilnehmern das vorher sagen sollte. Und ich kann ja noch nicht mal rennen. Könnte ich auch eh alles nicht umsetzen, beim rennen. Dann würde mir wieder die Kondition fehlen.

Irgendwie ist das Walken da also ganz gut, aber eben trotzdem rumspazieren. Es ist wieder ziemlich kalt heute und zusätzlich ist es windig. Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich eine Stunde hier draußen sein möchte, aber am Ende ist ein Plan ein Plan und ich genieße die Stunde mit dem Nachrichtensprecher und seinem Training, was er erneut oder immer noch wirklich sehr lebensnah beschreibt. Vor allem, dass sein Trainer ihm schon frühzeitig sagt, für „diesen“ Ironman gestaltet er das Training so, den nächsten kann man dann schon etwas anders angehen. Und er das gar nicht so wahr haben möchte.

Obwohl das total die Norm ist. Einen Ironman machen die wenigsten Sportler. Meist werden die Strapazen noch mal wiederholt, weil man daran gefallen gefunden hat. Aber vorher sind die meisten Ersttäter gleich. Das erste Mal ist unendlich groß, so dass man sich einen weiteren Start gar nicht vorstellen kann. Auch in meinem Kopf spukt dieses eine Mal immer noch rum, aber es entfernt sich langsam. Noch ist es präsent, aber ich habe heute das Gefühl, dass es langsam verblasst. Oder vielleicht ist das auch nur die Kälte?

Als ich daheim ankomme gehe ich gleich zum Athletiktraining über. Ich habe vor in absehbarer Zeit die Fähigkeit zu erlangen Liegestütz zu machen und damit dann auch recht geschmeidig aus dem Schwimmbecken aussteigen zu können. Dabei ist der Bewegungsablauf bei Liegestütz für mich schon mal die erste Verständnisaufgabe. Ich dachte ja die Ellbogen gehen zum Boden. Oder zumindest versuche ich das so. Aber das macht ja keinen Sinn. Und so beginne ich mit einer Übung, die der Zeugwart als Anfangsübung vorschlägt, damit ich überhaupt verstehe, was ich eigentlich machen soll.

Sieht mehr aus nach beten. Vielleicht bete ich auch einfach, dass der Traum nicht verblasst? Der Traum vom Start.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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