Doch noch geschafft


Eigentlich ist heute ein ganz normaler Samstag und dann auch wieder nicht. Der Zeugwart und ich gehen heute früh einkaufen und kümmern uns um den Haushalt, wie es eben an einem Samstag so ansteht, wenn man die ganze Woche arbeitsmäßig rotiert. Irgendwie habe ich den Trainingsplan zwar im Kopf, aber den ganzen Vormittag über ist mir klar, dass der heute nicht abgesportelt werden kann. Wir bekommen am Mittag noch Besuch und dafür möchte ich auch noch etwas vorbereiten, auch wenn wir eigentlich gemeinsam kochen werden.

Grüne Soße schmeckt aber nun mal am Besten, wenn sie etwas durchziehen kann, also doch etwas Vorbereitung. Und als ich dann so am Tisch sitze und kurz durchschnaufe um den Nachmittag zu planen und zu schauen, was morgen für Sport ansteht, stelle ich fest, dass ich noch genügend Zeit habe, um meinen heutigen Trainingsplan abzusporteln. Cool. Perfekte Zeiteinteilung also, das ist ja wirklich ziemlich klasse.

Ich ziehe mich also um. Das Wetter ist gigantisch gut, so dass mir dieses Zeitfenster, was sich quasi urplötzlich aufgetan hat, wunderbar gelegen kommt. Eigentlich hatte ich die Lauferei ja schon abgehakt, so finde ich es nun natürlich umso schöner, dass es doch noch klappt. Erfreulicherweise brauche ich mittlerweile nicht mehr lang, um die Bandage anzulegen, und auch der Rest der Laufklamotten ist so schnell angelegt, dass der Zeugwart durch meine Spontanität tatsächlich etwas überrascht ist. Zack, war ich aufgestanden und schon stehe ich umgezogen wieder unten.

Die Luft ist herrlich, die Sonne wunderbar warm und tatsächlich scheint der Wetterbericht nicht gelogen zu haben, weil es ganz bestimmt wirklich gute 20°C warm ist. Ich spaziere los und nutze heute wirklich ausgiebig meine Arme, wie es die Chefin auch angeordnet hat.

Ganz so, wie es Robert gefallen würde, hebe ich die Knie an und setze möglichst mit dem Mittelfuß auf. Wobei das heute nicht ganz so gut klappt, wie ich es mir eigentlich vornehme. Ich bin verwirrt, weil es doch eigentlich die ganze Zeit gut klappt, aber da hab ich natürlich auch keine Radrunde vom Vortag in den Beinen. Ich glaube mein Oberschenkel merkt deutlich, was er mit der Bandage anders leisten muß und vielleicht reicht da die Erholung zwischendrin auch einfach nicht? So richtig erholen kann der sich ja eh nur Abends bzw. beim schlafen. Ansonsten benutze ich meine Beine ja ganz normal.

Ich kann ja schlecht damit aufhören. Heute komme ich gut voran, nur das Aufsetzen des Mittelfusses ist nicht immer da, aber so ist das eben. Es kann nicht immer alles glatt laufen. Wäre auch langweilig. Der Lauf heute erfordert also meine vollste Konzentration, denn natürlich will ich hauptsächlich mit dem Mittelfuß unter meinem Körper aufsetzen. Immerhin ist das ja die beste Art des Vortriebs. Meine Arme klappen dabei übrigens ganz wunderbar. Erfreulicherweise stehen heute keine Gewichte mit auf dem Plan.

Man muß auch mal Glück haben. Ich schaffe eine perfekte Runde, treffe meine Trainingsvorgabe zu 100% und bin fertig geduscht als die Vereinsmädels eintreffen. Und das Baguette ist zwischen Heimkehr und fertig Duschen tatsächlich auch noch fix gebacken.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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