Wilde Wackelei


Irgendwas ist ja immer und bei mir vor allem. Ich weiß nicht so genau, warum mir an mindestens einem Wochentag regelmäßig etwas so dazwischen kommt, dass ich den Trainingsplan nicht unterkriege, aber so ist es nun mal, das Leben. Im Grunde stelle ich mir an solchen Tagen dann auch oft die Frage, warum ich mich noch zusätzlich stressen sollte, wo es ja kein wirkliches Ziel gibt. Fit werden ist einfach ein sehr groß gefächertes Ziel. Einfach wäre es sicherlich, wenn es kleine Zwischenetappenziele geben würde, aber wer soll die formulieren?

Heute früh nehme ich mir die Zeit um das Athletiktraining vom Trainingsplan gleich durchzuführen, noch ehe ich überhaupt richtig in den Tag starte. Jede Menge Übungen habe ich im Kopf und dann gibt’s ja auch immer noch das Good Mood Balance Board auf dem ich regelmäßig trainiere. Ich lege also die Bandage an und dann geht’s auch schon los. Erfreulicherweise hat Snap damals passende Musik für das Athletiktraining rausgebracht und ich kann die heute auch gleich mal wieder entsprechend einsetzen.

Mit Musik ist Athletiktraining zwar nicht weniger anstrengend, aber eben irgendwie doch auch leichter durchzuführen. Heute fällt mir zwar nichts leicht, aber die Musik macht es eben erträglich. Zumindest in gewisser Art und Weise. Ich nehme mir heute vor, dass ich zusätzlich zum einfach Stehen auf dem Balance Board einfach mal probiere Kniebeugen auf selbigem zu machen. Stelle ich mir jetzt nicht so schwierig vor. Klar. Weil ich noch immer total naiv bin und ein absoluter Anfänger auf dem Board.

Lächerlich. Ich absolviere also zahlreiche Gymnastikübungen und stehe auch regungslos mit grandioser, absolut vorzeigbarer Balance auf dem Board, ehe ich dazu übergehe mal eine Kniebeuge zu versuchen. Spektakulär ist das. Geradezu wild, was meine Beinmuskulatur mit dieser winzigen Zusatzbewegung anfängt. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass ich praktisch bewegungslos mittlerweile viele Minuten auf dem Board stehe und sobald ich auch nur an eine Kniebeuge denke, geht die wilde Wackelei wieder los. Sind Kniebeugen wirklich so anders? Das hätte ich nicht gedacht.

Ich schaffe im Laufe des heutigen Trainings tatsächlich einige, wackel dabei aber wirklich dolle herum und bin davon überzeugt, dass das niemals etwas werden wird.

Und ob das wirklich besser werden kann, daran muß ich wirklich zweifeln. Allerdings habe ich das damals, als wir das Board auf der Triathlon Messe gekauft haben, auch gemacht. Und ich hätte da nie gedacht, dass ich mal ein regelrechter Stehprofi darauf werde. Also, wie immer, alles Trainingssache. Ich bin gespannt, wann ich wohl so viel Training intus habe, dass ich meine 3 x 15 Kniebeugen auf dem Balance Board machen kann.

Zu allem Überfluss, weil ich heute noch nicht genügend Grenzen vor Augen gehalten bekommen habe, versuche ich mich dann auch noch an der Vorübung der Liegestütz, die mir der Zeugwart gezeigt hat. Mit doppeltem Polster unter dem Knie kann ich die Belastung aushalten, ich bin mir allerdings unsicher, wie viele Polster ich bräuchte, um tatsächlich eine funktionierende, ordentliche Liegestütz auszuführen. Ob das jemals klappen wird? Gerade kommt es mir so vor, als hätten sich zwei Etappenziele klammheimlich, aber nun deutlich wahrnehmbar eingeschlichen… so einfach kann das manchmal sein.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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