Nach dem Sturm


Auf dem späten Heimweg von der Arbeit gestern wurde ich vom Sturm regelrecht gejagt und so bin ich heute früh nicht ganz sicher, ob der morgendliche Lauf, den die Chefin als Vorbereitung für den Mallorca Aufenthalt auf den Trainingsplan geschrieben hat, tatsächlich durchführbar ist. Ich bin mir sehr sicher, dass ich es nicht gelingen wird, einen Lauf heute Mittag oder Nachmittag einzuschieben und der Wetterbericht ist für den Feierabend auch nicht besonders vielversprechend. Also kommt im Prinzip nur der Morgen in Frage. Na gut.

Es ist ordentlich runtergekühlt, nach dem Regen und dem Sturm, so dass ich heute tatsächlich zu langen Ärmeln greife, statt zum T-Shirt. Die Luft ist viel frischer, als die letzten Tage, es gab einen regelrechten Waschzwischenfall, so scheint es mir. In den Feldern hängt der Tau noch tief drin und über dem Bach hängt der Nebel. Fast herbstlich, obwohl der Sommer über Ostern ja praktisch schon eingezogen war. Das Klima ist anders, als die Jahreszeiten es vorgeben. Zumindest irgendwie.

Heute früh ist auch kaum jemand draußen. Dabei bin ich zur üblichen Zeit unterwegs und sonst begegnet mir auf jeden Fall mindestens ein Jogger oder jemand mit Hund. Heute gibt es nur Insektengesellschaft, weil das Insektenhotel am Wegesrand das Frühstück anscheinend für die breite Öffentlichkeit zugänglich macht, und nicht nur für die Bewohner. Ich komme gut vorbei, bin aber ein Störenfried in der Einflugschneise, wer hätte das gedacht, kaum, dass die Sonne aufgeht? Als Insektenhotelbewohner hat man offenbar schon am frühen Morgen viel zu tun. Über Lärm sollte sich hier keiner aufregen, der scheint unvermeidbar. Überall brummt es.

Der Weg führt durch sehr schattige Passagen und ich bin wirklich froh, über die langen Ärmel. Wahnsinn, wie kalt es im Schatten ist, im Vergleich zu den Teilen des Weges, die bereits von der Sonne, die hinter dem Wald hervorkommt, erwärmt werden. Das deutet darauf hin, dass heute tatsächlich wieder ein ordentlich warmer Tag wird. Obwohl die Woche bislang wärmetechnisch bisher nicht an das Osterwochenende anknüpfen konnte. Und jetzt zum anstehenden Wochenende soll es ja auch wieder kühler werden. Klima halt.

Meine Walkerei heute klappt ganz gut. Ich wähle die eher holprigere Strecke, mit mehr Schotter, als den glatten Untergrund, damit meine durch das Wackelbrett geschulten Minimuskeln auch gleich wissen, wofür das Ganze. Und der Lauf klappt heute tatsächlich ganz prima.Ich bin auch pünktlich zur Dusche und dann rechtzeitig für den Arbeitsweg zurück, perfektes Timing also. Mein Oberschenkel ist von dieser morgendlichen Sporteinheit extrem angestrengt und froh, als ich die Bandage wieder abgelegt habe. Zur Erholung ist es sicherlich nicht verkehrt, dass ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen werde.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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