Lästiges wenden


Ich habe die letzten Tage nicht nur viel in meinem Kopf und schmiede Pläne, wie ich die Ergebnisse und Hinweise des Trainings vom Samstag bestmöglich umsetzen kann, damit ich zukünftig hauptsächlich mit Rückenwind unterwegs bin, ich habe auch erneut auf der Arbeit viel zu tun. Stundenmäßig geht es, aber mental stet auch viel an. Und wenn ich ständig hin und her denke, dann ist das eben auch anstrengend. Ich glaube manchmal, mein Gehirn ist der Hauptenergieverbraucher in meinem Leben.

Für das heutige Schwimmtraining schreibe ich mir in der Mittagspause einen Plan zum abschwimmen. 2.000m sollten zu schaffen sein. Zumindest glaube ich das. Ich will heute vor allem einen Fokus auf die anstehende Eröffnung der Freiwassersaison legen. Am Donnerstag starten die Sailfish Swimnights erneut am Langener Waldsee und unsere Teilnahme hat eine lange Tradition. Ich mag das Freiwasserschwimmen fast lieber, als die Beckenschwimmerei, das stelle ich, gerade im 25m Becken, immer öfter fest.

Die Halle kann ja nichts dafür, dass sie nicht größer gebaut wurde, aber irgendwie ist hier immer der Drehwurm vorprogrammiert. Kaum habe ich ein paar ordentliche Armzüge gemacht, stoße ich auch schon wieder an. Es geht einfach ratz fatz. Im Freiwasser dagegen passiert das nicht. Praktisch unbegrenztes Schwimmen, ohne lästige Wenden, einfach immer weiter. Herrlich. Der Langener Waldsee ist zwar noch frisch und hat deutlich unter 20°C, aber ich glaube, mit einem Neo lässt sich trotzdem eine kleine Runde drehen.

Heute mache ich also einen Vorbereitungsplan. Ich gewöhne mich, nach dem einschwimmen, erst ein bisschen an das Wasser, wische hin und her und mache die Kraulbewegung unter Wasser. Das ist eine ganz gute Übung und ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Hallenbadwasser schon ein bisschen besser zurecht komme, als noch vor zwei Wochen. Schwimmen kommt ja von schwimmen und so kann dieses Warmschwimmen nur helfen mit dem angedachten Technikplan für heute warm zu werden.

Im Anschluß lege ich mit Orientierungsübungen nach. Orientierung kann man ja nie genug haben, wenn man im Freiwasser unterwegs ist. Eine Boje nicht rechtzeitig zu sehen verschafft ja schließlich schnell mal ein paar Extrameter, die man sich gerne sparen würde. Also wird heute hin und her orientiert, was die Armkraft hergibt. Es ist nämlich gar nicht so einfach mich regelmäßig aus dem Wasser zu drücken. Wenn ich mir vorstelle, dass ich am Donnerstag die Boje so erspähen soll, dann bin ich tatsächlich noch etwas skeptisch.

Nachdem ich noch ein bisschen Strecke und ein paar Sprints drangehängt habe, ist der Schwimmplan auch schon abgearbeitet. Das ging heute wirklich verdammt schnell mit der Schwimmzeit. Schwimmen mit Plan ist einfach um Welten besser.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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