Brückentag de Luxe


So ein Brückentag ist oftmals undankbar. Ich kann heute von daheim arbeiten, muß auch ziemlich viel machen, aber weil ich eben daheim bin, stelle ich mir vor, dass ich in der Mittagspause schnell eine Wäsche aufhänge, oder mal durchsauge und dass das sicherlich alles reinpasst. Weil ich eben naiv bin. dieser Brückentag ist mehr als vollgepackt mit Büroarbeit. Ich beginne früh mit meinem Chef, der mir am Telefon zahlreiche Aufgaben gibt, die ganz sicher nicht brückentagstauglich sind.

Oder sie sind es gerade. Weil am Brückentag eben wenige Menschen im Büro sind und ich deshalb mehr Zeit für so etwas habe. Mein Chef ist nicht umsonst der Chef, offenbar. Ich arbeite also ziemlich viel ab heute und bin durch meine Produktivität ziemlich begeistert. Und tatsächlich klappt’s auch mit dem Wäsche aufhängen in der Mittagspause. Der Zeugwart hat heute einen freien Tag. Er stöbert etwas rum, macht unseren Einkauf und bereitet das anstehende Wochenende im Kraichgau zum Wettkampf vor. Wir machen nicht selbst mit, aber wir sind vor Ort um anzufeuern.

Der Fremdvereinsfan und Madita starten. Beide haben eine Hitzeschlacht vor sich und weil Hitze nicht nur die Athleten, sondern auch die Anfeuerer betrifft, müssen wir uns auch entsprechend vorbereiten. Auf meinem Trainingsplan steht, dass ich heute zwei Stunden Rad fahren soll. Ich habe die Chefin anscheinend nicht richtig gebrieft, weil sie bestimmt gedacht hat, dass ich am Brückentag frei habe. Aber so ist es ja nicht. Und weil der Zeugwart gestern im Wald umgeknickt ist und seinen Knöchel deshalb schonen wird, fällt Sport für ihn auch vollständig flach.

Jetzt ist es aber schon recht spät, also nutze ich die 25 Freikilometer bei Zwift und setze mich auf die Rolle. Bei seiner Shopping- Stöber- Tour hat der Zeugwart mir die Assos Pocreme mitgebracht und sowas lässt sich auf der Rolle ja viel besser testen, weil man eben leicht absteigen und das Experiment für beendet erklären kann, als draußen. Zwei Stunden werde ich wohl kaum auf der Rolle verbringen, aber immerhin tue ich etwas. Ich habe außerdem extremen Muskelkater in den Waden. Ich glaube, der kommt von meinem Lauf-Geh Training und der anschließenden Wanderung. Ich komme auf jeden Fall kaum auf das Rad.

Leichtes Pedalieren hilft dem Muskelkater. So glaube ich das zumindest. Tut es aber nicht. Die Waden sind knallhart und es schmerzt. Bei jedem Tritt. Aber ich halte so lange durch, dass die Chefin wenigstens den guten Willen erkennt, wenn ich den Trainingsplan befühle.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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