Finde den Rhythmus


Das Kraichgau Wochenende war heiß und dadurch, zumindest für mich, noch mal deutlich anstrengender, als erwartet. Ich konnte kaum so viel trinken, wie es nötig gewesen wäre. Und dementsprechend müde bin ich auch gestern früh. Aber natürlich läuft das übliche Programm trotzdem ab und so gratuliere ich Walter Mitty auf der Arbeit zu seinem Erfolg und bestaune die Medaille, die mittlerweile graviert ist. Erfreulicherweise muß ich gestern keinen Sport machen, weil ich eine Untersuchung absolviere und die Gesundheit nun mal noch ganz knapp vor Sport kommt. Die Chefin hat aber Sport in den Plan geschrieben. Ich muß sie da also enttäuschen.

Dafür gebe ich heute alles. Wir verabreden uns mit den Kraichgau Finishern zum Schwimmtraining. Die Herrschaften möchten ihre geplagten Muskeln etwas lockern und weil der Zeugwart seinen Wettkampf ja noch vor der Brust hat, statt der Medaille, nutzt er die Zeit im Becken dafür zu trainieren. Noch ist die Outfitfrage nicht vollumfänglich geklärt, aber es ist ja auch noch etwas Zeit.

Ich habe in der letzten Woche bei der Swimnight gemerkt, dass die Orientierung im Freiwasser sich ganz anders anfühlt, als im Becken. Und dass ich, wenn ich das Gefühl habe schneller schwimmen zu müssen oder bedrängt zu werden, in eine vollkommen wirre und absolut untaugliche Orientierungsschwimmerei verfalle, die weder erfolgreich ist, noch gut aussieht. Gefühlt habe ich meinen Kopf einfach hin und her geworfen, was meistens zumindest keinen Sinn gemacht hat. Ich übe also heute nochmals das Freiwasserschwimmen im Becken.

Orientierung im 25m Freiwasser, zumindest gefühlt. Dabei ist das hier im Becken etwas vollkommen anders. Absolut unvergleichlich, weil ich mich abstoße und dann ja gleich da bin. Auch wenn ich versuche in die Weite zu schauen, so endet mein Blick entweder am Startblock, oder zwei Meter dahinter am Fenster, hinter dem ein großer Baum steht. Also vielleicht bei 30m. Ein Witz im See und deshalb kaum erwähnenswert.

Trotzdem erhoffe ich mir, dass ich die Routine reinbekomme. Das heißt den Rhythmus. Im Becken klappt das auch wirklich gut. Ich übe ausgiebig. Erst nur rechts, dann nur links, dann mit Ablenkungsrollen mitten im Becken und neuer Orientierung für den Rest des Weges. Dann auch mal spontan, so spontan man eben auf 25m Orientierung praktizieren kann. Also doch weniger spontan. Ich bin froh, dass das wirklich alles gut klappt und hoffe, ich kann das auf den See übertragen. Am Donnerstag ist wieder Swimnight am Langener Waldsee. Da will ich es probieren.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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