Das Tierfest


Uns steht eine temperaturmäßig ziemlich heiße Woche bevor. Zusätzlich ist es die Ironman Frankfurt Rennwoche, was natürlich erneut ein Fest ist. Der Ironman Frankfurt in einer Woche ist in den letzten Jahren ja oft ein Hitzerennen gewesen und so sieht es anscheinend auch in diesem Jahr aus. Heute geht es mit der Temperatur aber noch. Es ist sommerlich heiß, aber nicht unerträglich. Und es ist nicht so schwül. Ich entscheide mich für die grobe Einhaltung des Trainingsplans.

Deshalb gehe ich laufen. Eigentlich erwarte ich, dass draußen jede Menge los ist und überlege mir schon eine entsprechende Strecke. Dann aber ist es draußen ziemlich einsam, zumindest was die Menschen angeht. Wahrscheinlich sitzen alle im eigenen Garten oder auf den beschatteten Balkonen? Oder es wird gegrillt? Auf jeden Fall läuft hier draußen am Waldrand keiner rum. Es ist so friedlich hier auf dem Feld, dass ich an mehreren Rehen vorbei walke, die mich überhaupt gar nicht als Gefahr wahr nehmen. Dabei habe ich doch ordentlich Geschwindigkeit drauf.

Aber für die Rehe scheint das nicht zu zählen. Unfassbar. Dann erblicke ich in einem bereits abgemähten Feld einen Hamster. Ich muß mehrfach hinschauen, um sicher zu sein, dass es nicht eine Maus oder eine Ratte ist. Aber das kurze Stummelschwänzchen und die dicken Backen sprechen eindeutig für einen Hamster. Ich kenne Hamster nicht aus freier Wildbahn… und dieser Geselle lebt sehr gefährlich, denn jetzt beginnt über uns ein Raubvogel zu kreisen. Aber natürlich hat der Hamster die Sache sicherlich schon früher als ich im Blick gehabt und bei meinem nächsten Schwenk über das Feld, ist er verschwunden.

Der Raubvogel nimmt auf einem nahe gelegenen Baum platz und wartet. Ich habe das Gefühl, dass er mich förmlich begleitet. Vielleicht, weil er denkt, ich sei ein Hamsterentdecker? Allerdings muß ich ihn natürlich enttäuschen, denn noch einen Hamster sehe ich leider nicht.

Dafür sehe ich unfassbar viele Schmetterlinge und ein Feld an dem es geräuschtechnisch regelrecht laut zugeht. Es wimmelt hier nur so von Bienen und Hummeln. Sicherlich gibt’s auch zahlreiche andere Insekten, aber die Bienen und die Hummeln fallen mir sofort auf und sind durch ihre Summerei auch am Besten hörbar. Herrlich, wie geschäftig die sind. Ein Pausensonntag ist für sie heute nicht eingeplant. Aber für mich ja auch nicht. Bin quasi heute im Team Biene oder Hummel. Ist ja auch schön, wenn man so eine Zugehörigkeit hat.

An meiner üblichen Strecke und der länger dort verbrachten Zeit merke ich, dass ich langsamer unterwegs bin, als sonst. Ist das der Hitze geschuldet? Oder den Schuhen, an denen ich mir erneut Blasen gelaufen habe? Vielleicht muß ich auch einfach einsehen, dass Laufschuhe nicht immer auch zum walken geeignet sind? In diesen Schuhen habe ich mir jetzt schon zum vierten Mal Blasen geholt. Ich werde sie vorerst aussortieren und mal nach hinten stellen. Vielleicht einfach so lange, bis ich wieder deutlich mehr laufe, als gehe. Denn zum laufen sind sie großartig.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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