Ruderalternative


Tatsächlich hat mir die Chefin für heute einen Lauf auf den Plan geschrieben. Das ist auch keine schlechte Idee, denn der Womensrun steht im August an und um da nicht komplett fix und fertig im Ziel anzukommen, ist ein bisschen Training ja immer gut. Heute allerdings passt es zeitlich nicht wirklich gut mit dem Laufen. Manchmal gibt’s solche Tage. Bis ich fit bin, ist es schon ziemlich heiß und dann lohnt sich nur ein kleines bisschen laufen auch nicht, sondern es muß schon mindestens 40 Minuten sein, oder eben mal gut 5-8km.

Beim Womensrun bin ich für die 8km Strecke gemeldet. Dass ich da viel rennen kann, habe ich mir bereits abgeschminkt, aber 8km zügig zu walken, ist ja auch schon mal was. Madita und Lisabeth, die ebenfalls gemeldet sind, wollen mich begleiten, wahrscheinlich bilden wir eine Walkingmauer an der keiner vorbei kommt. Vielleicht finden sich auch noch zwei Mitgeherinnen. Ich bin gespannt.

Heute geht’s als Alternative für mich dann mal wieder um Ganzkörpertraining. Das Rudergerät ist flott aufgebaut und umgezogen bin ich auch blitzschnell. Ich glaube tatsächlich, dass ich für die Laufklamotten länger brauche. Liegt vielleicht auch daran, dass ich da nicht das Erstbeste anziehe, sondern darauf achte, dass es farblich nicht als Insektenlandeplatz taugt und dass das aufgedruckte Statement auch zum heutigen Tag passt. Zu Hause passt einfach alles.

Blitzschnell kann es mit dem Training also los gehen. Um Unterhaltung muß ich mir auch keine Sorgen machen, das Rudergerät baue ich im Wohnzimmer auf und kann so Radio hören oder Fernsehen schauen. Für Abwechslung ist also gesorgt. Jetzt rudere ich mich erst mal ein. Die Technik ist immer noch schwierig, aber mittlerweile klappt es verlässlich immer besser. Immerhin werden beim Rudern rund 83% meiner Muskeln benutzt. Sagt zumindest die Literatur.

Ob das wirklich so ist? Bei mir merke ich hauptsächlich meinen Rücken. Und zwar nicht nur oben oder unten, sondern einfach komplett. Die Schulterpartie, weil ich ja besonders aufrecht sitzen soll, die Lendenwirbelsäule, weil ich ansonsten ein Schreibtischkrummsitzer bin und alles dazwischen, weil es die Position besonders mühsam findet. Aber es nützt ja nichts. Bei mir sitzen anscheinend 82% der genutzten 83% Muskeln im Rücken. Wer hätte das gedacht?

Ich rudere heute insgesamt 3.000m, mache aber nach jeweils 1.000m eine Trinkpause. Die 83% kosten mich viel Kraft und noch mehr Schweiß. Ohne Handtuch läuft hier gar nichts. Faszinierend. Die Technik bleibt bei den 1.000m auch ziemlich sauber, weil ich mich dazwischen gut erhole. Das ist quasi ähnlich einer Gehpause, wenn man Lauftraining macht. Im Anschluß läuft es sich auch kniehubiger oder leichter. Oder man kommt nicht mehr in die Gänge… das gibt’s auch.

Erfreulicherweise passiert mir das heute nicht. Ich komme jedes Mal wieder gut rein und das im Laufvergleich doch angenehm kurze Training hat hervorragend in unsere Tagesplanung gepasst. Als hätte ich es so geplant.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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