Richtungswechsel


Auch für heute sagt meine Uhr mir rechtzeitig Bescheid, dass ein Lauftraining geplant ist. Vom Prinzip her, soll ich das von gestern noch mal wiederholen. Das klingt jetzt nicht so spektakulär, aber natürlich ist es machbar, auch wenn ich durch die gestrige Belastung natürlich nicht ganz die gleichen Voraussetzungen habe, wie gestern. Aber man ist eben auch sowieso nicht jeden Tag gleich fit und und so mache ich mich gleich früh morgens fertig zum laufen. Die Bandage sitzt heute gleich ein bischen besser, als sonst. Wahrscheinlich, weil das gestrige Lauftraining und die zusätzliche Bewegung beim abendlichen Schwimmen, dem Knie sehr gut getan haben. Da kann es heute vielleicht gleich ein bischen mehr abgeschwollen in den Tag starten, als das sonst so der Fall ist, vielleicht?

Die Regel, der das Knie folgt, ist für mich eh oft undurchschaubar. Manchmal bringt kühlen viel, manchmal wenig, dann wieder ist Bewegung der Schlüssel zu allem, weil durch die Bandage, und die damit verbundene Richtigstellung der Kniescheibe, dann richtig viel Lymphe abtransportiert wird. Ich glaube, insgesamt geht’s dem Knie mittlerweile schon viel besser, als vor der Bandage und direkt nach dem Frankfurt Marathon, der die ganze Sache ja erst wieder ins Rollen gebracht hat. Natürlich wird es aber auch ganz anders trainiert, es wäre ja aber auch schlimm, wenn nicht. Immerhin wissen wir ja nun, wo das Thema herkommt.

Heute steht also wieder ein Lauftraining an. Zusätzlich sagt der Wetterbericht für heute einen heißen Tag voraus und erneut ist es, ähnlich wie gestern, morgendlich frisch. Zwar gibt es heute kaum Tau, weil es viel geregnet hat in der Nacht, und es gibt auch keinen Nebel, wahrscheinlich, weil die Natur alles wie ein Schwamm aufsog, aber die Temperatur ist sehr angenehm kühl. Und mit der frisch gewaschenen Luft, lässt es sich gleich noch mal so gut durchatmen. Heute steht mir ein spannender und anstrengender Tag auf der Arbeit bevor, so dass ich froh darüber bin, dass ich mich erneut dazu entschieden habe gleich heute früh das Läufchen einzuplanen.

Genau das Gleiche zu machen, wie schon gestern, kann für den Kopf ermüdend sein. Also beschließe ich, dass ich, wo das Training ja schon gleich angesagt ist, wenigstens so verrückt bin, und die Strecke umdrehe. Ich laufe den Kreis von gestern also einfach andersrum. Dann komme ich auch nicht in die Versuchung meinen gestrigen Lauf mit dem Heutigen zu vergleichen. Ich bin so ganz sicher bei jedem Trainingsteil woanders, als gestern. Passt also und kann deshalb auch gleich los gehen. Ich beginne mit den 5 Minuten walken, die ich auch gestern zum einlaufen gemacht habe. Wo ich anfangs eher schleiche, groove ich mich dann doch zügig ein und walke in einem ganz ordentlich Tempo.

Die Anweisungen, was wie wann zu tun ist, bekomme ich wieder durch einen gut hörbaren Countdown Pieps angedeutet und das eigentliche Kommando zum Wechsel ins Rennen bzw. Laufen, zeigt die Uhr mir durch eine Vibration an.

Erfreulicherweise klappt das heute mindestens genauso gut wie gestern. Ich kann die angesagte Minute wunderbar durchlaufen und dabei auch super auf die Lauftechnik achten. Die Chefin hatte mir ja zahlreich Lauf ABC auf den Plan geschrieben und ich habe das auch immer gut umgesetzt. Vielleicht kommt mir das jetzt zu Gute? Oder vielleicht fühlt es sich auch nur super an und sieht in Wirklichkeit doch aus, wie gekotzt. Kann ja auch sein. Selbst sehen tue ich mich ja nicht. Aber ich fühle mich mindestens so, wie ein Profiläufer, mit ordentlichem Kniehub und tollem Fersenschmeissen. Wahrscheinlich mache ich nur fast nicht sichtbare Millimeter etwas anders als sonst, aber das Gefühl  ist die halbe Welt.

So walke und renne ich also im Wechsel, immer nach dem piepsigen Countdown und dem Signal am Handgelenk, und bin unfassbar flott, aber natürlich genauso schnell wie gester, wieder zurück daheim. Flott fühlt sich vor allem das Laufen an. Die Walking Segmente nutze ich tatsächlich dazu, mich zu erholen. Anscheinend ist das Profiläufertum auch viel anstrengender, als meine normale Schlurilauferei.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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