Eigentlich gar nichts


Nachdem wir vorgestern bis zum frühen Morgen auf einer Hochzeit gefeiert haben und gestern dann gleich früh zum Anfeuern beim Frankfurt City Triathlon an der Strecke standen, um Wonder Woman bei ihrem ersten Wettkampf zu unterstützen und Karla Kolumna auf der Olympischen Distanz zu Höchstleistungen anzutreiben, starte ich heute etwas angemüdet in die neue Woche. Es ist nicht so, als wäre ich fix und fertig, aber ich merke deutlich, dass ich keine 20 mehr bin und so eine durchgetanzte Nacht mit anschließendem Sporteinsatz ist einfach anstrengend.

Zu allem Überfluss habe ich heute dann auch noch ein Elektronikproblem, weil sich mein Kopfhörer nicht so leicht mit meinem Telefon verbindet und dann die Steuerung über meine Uhr auch nicht funktioniert, weil ich ja ein Training über die Garmin Funktion abspiele. Wahrscheinlich kann die Uhr nur entweder Musiksteuerung oder Training? Ich werde das noch mal nachlesen. Aber nicht heute Abend. Jetzt will ich eigentlich endlich los.

Ich ziehe die schnellen Schuhe an, in der Hoffnung, dass das heute als gutes Training für den kommenden Samstag fungiert, wo ich ja beim Women’s Run in Frankfurt mitmachen werde. Und dann starte ich, als ich die Straße betrete, auch gleich das Training. Zuerst hab ich es nicht auf die Uhr gesendet, weshalb sich das Loskommen nochmals verzögert hatte, aber jetzt klappt das hoffentlich alles. Zu viel Technik ist auch nicht gut. Allerdings bin ich so unfit, dass ich wirklich glaube, die Musik wird mir helfen…

Der Start ist wie bei den letzten Trainings von Coach Amy, ich walke 5 Minuten und werde dabei immer schneller. Mittlerweile ist hier jedes Feld gemäht und überall sitzen Hasen rum, die wahrscheinlich noch nicht verstanden haben, dass sie toll sichtbar sind. Wahrscheinlich saßen sie schon die ganze Zeit, nur im hohen Gras sind sie einfach nicht aufgefallen? Jetzt sehe ich sie auf jeden Fall ganz gut und als es an meinem Handgelenk zum Laufwechsel vibriert, und ich beschleunige, flitzen alle in den nahe gelegenen Wald oder zumindest in ein Gebüsch. Als wäre ich gefährlicher, wenn ich laufe, als wenn ich walke.

Offenbar kann der Hase mich ziemlich gut einschätzen? Muss ja so sein. Die gut angekündigten Lauf- oder Walking Intervalle absolviere ich heute nicht ganz so locker, wie in der letzten Woche. Sowas ist natürlich tagesformabhängig und da ich heute generell unausgeschlafen bin, kommt da wahrscheinlich alles zusammen? Heute gibt es vier Minuten Laufen, statt wie in der letzten Woche, nur drei. Ich bin also ein bisschen länger unterwegs, aber das klappt ganz gut. Eine Minute Laufen ist halt auch gar nichts eigentlich. Also irgendwie ist es ja klar, dass man eine Minute Belastung gut wegsteckt, oder?

Nun ja, ich arbeite mich also so durch den Trainingsplan und überlege, wie ich das Pesto für heute Abend zusammenrühre und zack, wird mir auch bereits der Hinweis zum „auswalken“ angezeigt. Das ging ja jetzt wirklich flott rum. Gut, waren im Grunde ja auch nur vier Minuten Laufen. Wenn auch nicht zusammenhängend. Aber immerhin. Für eigentlich nichts, bin ich ziemlich durchgeschwitzt.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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