Klicktraining


Mit großen Schritten geht’s in unserem Freundes- und Bekanntenkreis mittlerweile in Richtung Triathlon. Die Nachbarn beginnen wie wild zu schwimmen und sich über Rennräder Gedanken zu machen, Wonder Woman hat ihr erstes Wettkampferlebnis beim Frankfurt City Triathlon erfolgreich in die Bücher gepackt und nun ist es auch für sie Zeit einen weiteren Schritt in Richtung Langdistanz zu gehen. Zwar behauptet sie vehement, und zwar immer, wenn ich sie darauf anspreche, dass eine Langdistanz noch extrem weit entfernt ist… aber das hat bisher noch jeder gesagt, der dann am Ende doch ins Ziel gerannt ist und die wohlverdiente Ironman Medaille in Empfang genommen hat.

Ich gebe also nichts auf das „eine Langdistanz ist zu lange“, „eine Langdistanz braucht zu viel Vorbereitung“ oder „eine Langdistanz mache ich nie“… bislang haben noch die meisten Triathleten eine gemacht. Und auch ein 70.3, der für Wonder Woman noch weit weg erscheint, wird Ihr schon bald ganz greifbar vorkommen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin ist das Fahren mit Klickpedalen und den dazugehörigen Schuhen. Die wurden bereits gekauft, als das Rädchen angeschafft wurde, aber ich verstehe, dass man sich mit dem Rennradfahrer erst mal langsam anfreundet und mit Turnschuhen fährt. Ich habe dann sogar noch einen Umweg über die sogenannten Pedalkörbchen gemacht, ehe ich endgültig auf Klickpedale umgestiegen bin.

Wonder Woman braucht diesen Umweg nicht. Sie hat Talent. Nicht nur beim Laufen, sondern eben auch bei der Handhabung ihres Rades. Die Veranlagung wurde in der Kindheit schon gelegt, so dass es nicht überraschend ist, dass sie das Talent eben auch heute noch gut abrufen kann. Warum also nicht nutzen? Sie kommt heute zu uns gefahren. Da sind die Muskeln dann schon etwas aufgewärmt und vor allem kann sie dann später, nachdem die Klickpedale für sie zum ganz normalen Fahrradalltag gehören werden, auch noch ein Stück zurückfahren.

Die Schuhe werden also bei uns angelegt und der Zeugwart und ich holen unsere Räder raus und dann beginnt das Klicktraining. Der Zeugwart ist ein guter Pädagoge und so klicken wir ein und aus, drehen die Ferse, ziehen am Pedal und natürlich dreht der Zeugwart auch noch mal an der Straffheit der Pedale, damit das Ausklicken für den Anfang etwas leichter geht. So ein Klickpedal kann man schwer und leicht einstellen und natürlich ist eine leichte Einstellung für den Anfang die viel klügere Einstellung. Und manchmal bleibt man bei der leichte Einstellung auch noch, wenn man schon ein Klickprofi ist. Kommt eben -wie bei allem- ganz drauf an.

Wir fahren schnell bei uns um die Ecke. Da gibt’s einen Skatepark und dort kann man sich gut festhalten und abseits von geparkten Autos oder womöglich fließendem Verkehr ein- und ausklicken üben und das auch während der Fahrt. Das klappt richtig gut bei Wonder Woman. Ihr Radtalent macht auch vor dem Einklinken und vor allem auch nicht vor dem Ausklicken nicht halt. Alles klappt wunderbar, fast schon routiniert, so dass wir beschließen eine kleine Testrunde zu drehen, auch weil sie denkt, dass sie etwas tief im Rad drin sitzt. Unsere kleine Runde ist 15km lang und zwischendurch stellt der Zeugwart tatsächlich noch mal den Sattel nach.

An den Klickpedalen muß nichts gemacht werden. Die klicken ein und aus, wie sie sollen und sind so passend, um neue Abenteuer auf dem Weg zum nächsten Triathlon zu erleben. Obwohl Wonder Woman als nächstes großes Ziel erst mal einen Marathon läuft. Aber da bietet sich Rennradfahrer und auch Schwimmen ja auch geradezu als Alternativtraining an.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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