Women’s Run Frankfurt 2019


Schon vor Monaten habe ich mich für den diesjährigen Women’s Run in Frankfurt angemeldet. Bei dem Format war ich schon ein paar Mal als Läuferin am Start und irgendwie hat es sich bewährt. Ein reiner Frauenlauf, gespickt mit viel Rosa und Pink und zahlreichen einschlägigen Aktionen und Möglichkeiten. Geworben wird außerdem mit einem hochwertigen Shirt und mit einen Finisherbeutel mit vielen tollen Goodies der Partner.

Ich walke die 8km. Laufen ist nicht drin. Nicht von der Lunge her und nicht vom Knie, irgendwie gibt’s also viele Hindernisse. Jetzt könnte man es gleich ganz lassen, oder eben das Beste draus machen. Mit Madita, Lisabeth und Fähe, die sich alle spontan zum mitwalken entschieden haben, sitzen wir vor dem Lauf zusammen. Mit dabei ist außerdem Wonder Woman, die nach ihrem Klickpedalabenteuer vom Vormittag mit guten 50km Fahrradkilometern zum größten Teil mit Gegenwind, in den Beinen die 8km rennen möchte. Wir schlendern vorher ein bisschen über die Messe, haben aber weder Interesse an einer Wettkampffrisur und auch nicht daran geschminkt zu walken.

Die Schlangen an den Aktionsständen sind aber entsprechend lang, so dass man merkt, dass wir vier eine ziemliche Ausnahme sind. Wir begeben uns einfach mit den Frisuren, die wir bereits haben, in den Startbereich. Da wir walken werden, stehen wir ziemlich weit hinten. Ich will da auch keinem Läufer im Weg rumgehen. Der Moderator gibt sich Mühe die 8km Starter mit guter Laune zu versorgen und für die Strecke auf Temperatur zu bringen. Wir machen auch ein bisschen mit, Hände in die Höhe, klatschen und schon geht’s los. Das Startfeld ist flott durch den Startbogen durchgelaufen und schon beginnen wir damit, das Feld von hinten aufzurollen. Im Gegensatz zum laufen, wo ich immer eingesammelt wurde, überholen wir nun einen nach dem anderen.

Wir sammeln auf diese Weise viele Walker ein, umrunden einige, die mit Stöcken unterwegs sind und sind blitzschnell an der ersten Verpflegungsstelle. Natürlich trinken wir hier was. Heute ist es nicht gerade kühl und da wir schon flott auf den Beinen unterwegs sind, kann ich so eine Mundbefeuchtung auch wirklich ganz gut gebrauchen. Die Kilometerschilder reihen sich aneinander, ähnlich wie die Walkerinnen vor uns sammeln wir sie einfach nur ein. Dass es auch beim walken solche Geschwindigkeitsunterschiede gibt, hätte ich wirklich nicht gedacht.

Aber ist natürlich logisch. Warum sollten alle in der gleichen Taklung unterwegs sein? Wir marschieren ganz gut durch den Wald. Die Strecke ist altbekannt, zumindest kenne ich sie ganz gut. Nicht nur von vergangenen Frauenläufen, sondern einen Teil auch vom Silvesterlauf, den es jährlich in Frankfurt gibt. Anders, als in den vergangenen Jahren, als ich hier mitgemacht habe, ist das Ziel dieses Jahr nicht außerhalb des Waldstadions, sondern in den heiligen Hallen. Wir laufen durch einen Seiteneingang ins Stadion und dann ist es auch nicht mehr weit. Ich war jetzt noch auf eine Stadionrunde eingestellt, aber der Zielbogen ist gleich da. Also beginnen wir langsam zu joggen und dann greifen wir uns an den Händen.

Zu viert, als Reihe, nebeneinander, laufen wir ins Ziel ein. Ich bin extrem zufrieden, aber auch wahnsinnig geschafft. Ich glaube, die nächsten Tage habe ich ordentlich Muskelkater. Zumindest wäre ich nicht überrascht, wenn es so wäre. Nach dem Zieleinlauf laufen wir aus dem Waldstadion raus und es geht direkt in Richtung Zielverpflegung. Die Damen stehen Schlange um Versorgungspäckchen zu erhalten, während ich schnurstracks zum Wasser marschiere und mir dann noch einen kalt aufgegossenen Tee hole. Wonder Woman ist natürlich längst im Ziel und wartet zusammen mit dem Zeugwart auf uns. Wir beglückwünschen uns gegenseitig.

So eine Vorbelastung ist für Wonder Woman offenbar gar nicht schlecht. Vielleicht fährt sie zum Start vom Frankfurt Marathon im Oktober dann auch einfach mit dem Rad und macht einen passenden Umweg? Wir holen uns noch die Finisher Tasche ab und ich bin zugegebenermaßen etwas enttäuscht, weil da wirklich kaum etwas drin ist. Es gab hier mal Jahre, da war die Tasche wirklich prall gefüllt, heute allerdings sind ein paar Produktsachets drin und ansonsten Werbe- und Informationszettel. Mehr nicht. Es ist allerdings auch nicht so, als bräuchte ich dringend etwas… passt also dann doch wieder irgendwie. Und im Grund kam es ja auch auf den Lauf an.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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