Hauptsache Ausgleich


Nach dem Women’srun hatte ich wirklich ein paar Tage richtig schwere Beine. Anscheinend, habe ich mich so richtig angestrengt und meine Muskeln haben deshalb ein bisschen rumgekatert. Erfreulicherweise hat mein Knie keinerlei Reaktion gezeigt, das heißt, es ist nicht angeschwollen und hat auch nicht weh getan. Eigentlich die beste Nachricht. Muskelkater gehört zum Sport ja auch irgendwie dazu, ist also sogar wie ein Prädikat, dass man eben alles gegeben hat.

Alles geben beim walken. Interessant. Wir sind gemeinsam zügig durch den Wald marschiert. Es ist jetzt nicht so, dass das etwas besonders anstrengendes war. Wir waren nicht langsam und haben wirklich zahlreiche Mitläufer überholt und eingesammelt, aber als wirklicher Sport kommt es mir auch heute noch nicht vor. Ist ja auch ok. Wir hatten einen grandiosen Samstag Nachmittag und ich hoffe sehr, dass wir das mal wiederholen. Einfach gemeinsam laufen gehen, ohne Druck und so, dass es mir fast schon leicht fällt. So, dass ich gut mitkomme.

Heute ist der Muskelkater fast vergangen. Dank eines sehr langen Arbeitstages, der auch noch mit ordentlich Verkehr gespickt war, denn in Hessen sind die Sommerferien bereits vorbei, bin ich spät zu Hause. Und weil der Herbst wirklich direkt vor der Tür zu stehen scheint, ist es bereits dämmrig und kühl, so dass sich ein Lauf nicht wirklich  anbietet. Ich habe natürlich auch entsprechende Klamotten und eigentlich läuft auch der Plan von Coach Amy noch, nach dem ich ja laufen wollte, aber irgendwie passt das heute nicht in den Plan.

Ich beschließe, dass ich heute rudern möchte. Erfreulicherweise kann man ja immer genau das machen, was man möchte. Und es ist natürlich noch mal einfacher, weil ich keinen Trainingsplan mehr habe, auf dem das Programm drauf steht. Ich trainiere einfach, wie ich lustig bin. Und ich kann es verkraften, wenn ich damit als einzigen Erfolg den Ausgleich zur Arbeit habe. Ob ich damit schneller walken kann, oder schneller schwimme, ist mir erst mal egal. Zwar schwimme ich Anfang September einen Staffelpart, in der Lovis radelt und Karla Kolumna läuft, aber ob ich da 3 Minuten schneller, oder langsamer bin, ist mir egal. Und meinen zwei Mitstreiterinnen auch. Wenn ich die Wettkampfschwimmerei für meine Lunge gut unterkriege und durchhalte, dann ist das schon ein Erfolg.

Es ist immer ein Unterschied, ob man im Training schwimmt oder generell Sport macht, oder eben im Wettkampf. Gerade mein Spray atme ich dann einfach viel schneller weg und wenn ich nicht mehr richtig atmen kann, wird es eben dünn mit dem Sauerstoff. Ich bin gespannt. Also, viel hilft viel und heute geht’s mir tatsächlich mal wieder um den Ausgleich. Ich rudere deshalb. Das geht daheim, ich kann mich umziehen und sofort anfangen. Wetterunabhängig. Ich trainiere praktisch den ganzen Körper und das passiert einfach nebenbei. Die Rudertechnik ist immer noch nicht so 100% drin, ich trainiere also gleichzeitig auch den Kopf.

Wahrscheinlich rudere ich dafür auch einfach zu selten, als dass die Technik schon vollständig verinnerlicht sein könnte? Aber so ein bisschen Konzentration schadet ja auch nicht. Ich schaffe heute bis zum Abendessen 3.000m. Das ist überhaupt nicht viel, aber es ist natürlich deutlich besser als gar nichts. Schon diese 3.000m schaffen es, dass ich komplett durchgeschwitzt bin. Verrückt, wie anstrengend rudern tatsächlich ist.

An meinem Knie habe ich heute durch die Bandage eine richtige Druckstelle. Als ich sie ausziehe stelle ich fest, dass sie anscheinend das zeitliche gesegnet hat. Einer der Stützstäbe an der Seite, der in die Bandage eingenäht ist, ist gebrochen. Und dadurch drückt der natürlich unangenehm. Immerhin ist er ja als „ganz“ in die Bandage eingelassen und nicht als zwei Teile. So kann ich die Bandage auf keinen Fall weiter anziehen, das tut weh und ist wirklich unangenehm. Ich muß da morgen gleich mal beim Arzt anrufen oder bei der Krankenkasse und herausfinden, wie ich nun Ersatz bekomme.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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