Das bischen Technik


Nachdem ich gestern eine halbe Stunde rudern für eine gute Idee hielt, hatte ich abends und in der Nacht ordentlich Muskelkater. Tatsächlich werden also wirklich mehr Muskeln beansprucht, als ich dachte. Diese ganzen Experten schreiben im Internet also nicht nur Quatsch und übertrieben tun sie auch nicht. Verrückt. Gerade mein Rücken findet, dass Rudern ganz schön anstrengend ist. Meine Schulter dagegen und auch meine Beine oder mein Bauch merken gar nichts. Oder der Muskelkater im Rücken übertrifft einfach alles?

Heute ist wieder ein blöder Arbeitstag und eigentlich ist heute auch die letzte Swimnight. Irgendwie bietet sich das Wetter und das Arbeitsvolumen aber nicht dafür an. Ich habe eine neue Chefin, seit einigen Monaten, und im Gegensatz zu meinem Chef, den ich vorher hatte, ist sie nicht ganz so gut im Zeitmanagement. Oder vielleicht ist es ihr auch nicht so wichtig, dass ich zur Swimnight kann, wie ihm? Auf jeden Fall beschäftigt sie mich heute so lange, dass ich es nicht zur Swimnight schaffe und deshalb erneut zum heimischen Rudersport als Alternative greife.

So wird es für das Rudergerät wenigstens auch nicht langweilig. Das ist ja auch was. Nichts ist schlimmer, als ein Geräte daheim zu haben und es nicht zu benutzen. Rausgeschmissenes Geld und vergebener Platz. Ich freue mich also immer, wenn wir die angeschafften Sportgeräte auch tatsächlich nutzen. Heute ist das Rudergerät also erneut dran. Ich bin quasi von gestern noch warm gefahren und so lege ich die Ersatzbandage an und schon kann es losgehen.

Meine Garmin Uhr hat einen Modus der sich „indoor Rowing“ nennt. Der zählt die Schläge und die Zeit. Der Trainingscomputer, am Gerät selbst, zählt die Schläge auch und zusätzlich zur Zeit gibt’s auch noch eine Entfernungsanzeige in Metern. Die zeigt an, wie weit ich wohl gekommen wäre, wenn ich die Schläge und die Kraft im See angewendet hätte. Oder so ähnlich. In unserem Gerät ist ja Wasser als Widerstand drin, dessen Menge einem das Gewicht eines Ruderbootes inkl. Erwachsenem vorgaukelt. Wir stellen also nichts noch extra als Widerstand ein, sondern setzen uns einfach nur drauf und los geht’s.

Erfreulicherweise zeigen das Gerät und die Uhr die gleiche Schlagrate an, was ja schon mal technisch vielversprechend ist. Ob die Meter passen, weiß ich nicht. Aber zumindest zählen sie ähnlich, wie immer, wenn ich rudere, und ich bin auf 1.000m so mit 5:30 Minuten unterwegs. Nach den 1.000m mache ich eine kurze Pause. Die wird tatsächlich, seit dem ich mit diesem Rudertraining begonnen habe, immer kürzer. Cool. Ich muß auch weniger Technikzwischenübungen machen, um wieder in den richtigen Ablauf reinzukommen. Im Grunde habe ich die Technikübungen mittlerweile voll rausgekürzt.

Ab und an rufe ich mir noch mal die richtige Handgelenkshaltung in Erinnerung, oder richte mich extra auf, wenn ich die Hände zum Oberkörper führe. Im Grunde habe ich den Ablauf aber drin. Die Reihenfolge ist klar, ich habe die tatsächlich verinnerlicht, so dass ich nicht mit Armen, Beinen oder Oberkörper durcheinander komme. Interessant, wie lange das gedauert hat, oder wie gut ich es mittlerweile drinnen habe, obwohl ich nicht oft zum rudern komme. Aber wenn, ist es eben wichtig, die Technik sauber durchzuführen.

Ich rudere heute 5.000m und bin wirklich ziemlich flott. Das liegt einzig an den gekürzten Pausen, die ich nach jedem 1.000m Block mache. Ich könnte sicherlich mittlerweile auch 2.000m am Stück rudern. Vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal? Ich glaube, nämlich, dass ich diese Woche nochmals auf das Rudern, statt etwas anderes zurück greife. Das liegt einfach daran, dass es total wetterunabhängig ist und ich es auch bei nur wenig Zeit einstreuen kann. 10 Minuten laufen gehen rentiert sich nicht, 10 Minuten Rolle fahren sind ebenfalls nicht so effektiv.

10 Minuten rudern dagegen sind, je nach Technikübung, extrem effektiv und total anstrengend.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!
Clauditries

Letzte Artikel von Clauditries (Alle anzeigen)


Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!