Grau in Grau


Die Tage in Hamburg waren geprägt von viel Aktionismus und extrem wenig Schlaf, so dass ich nicht zusätzlich noch Sporteinheiten untergebracht habe. Obwohl ich vorbereitet war. Aber manchmal bringt es einfach auch nichts, sich vollkommen fertig zu machen. Und so war es eben an diesem Wochenende. Zurück kommen und total fertig zu sein, bringt auch wenig, vor allem, wenn es mit Arbeit gleich weiter geht. Also verschiebt sich der Sporteifer auf heute. Und weil es ja bekanntermaßen abends immer schwieriger ist, nach der Arbeit noch was unterzukriegen, mache ich mich gleich heute früh fertig zum sporteln.

Es ist schließlich auch nicht glücksfördernd, wenn ich mich den ganzen Tag auf das Lauftraining freue, und dann fällt es aus, weil ich ewig im Büro sitzen muß, weil irgendjemand noch eine Frage hat, die ganz bestimmt nicht bis zum nächsten Tag warten kann. So mache ich also gleich heute früh Tabularasa und ziehe mich um. Zusätzlich bietet es sich wegen der Temperaturen, die für heute angesagt sind, auch geradezu an. Derzeit sind es knappe 20°C, heute Mittag soll der Spätsommer wieder gute 35°C bringen.

Ich walke heute einfach nur. Die Morgenstimmung ist diesig, bewölkt ist es nicht, aber irgendwie hängt der Himmel tief und die aufgehende Sonne kommt kaum durch. Es wirkt alles grau in grau und ich kann gar nicht glauben, dass es tatsächlich noch richtig heiß und total sonnig werden wird.

Der einzige Farbklecks heute auf der Laufrunde ist ein Feld Sonnenblumen. Die bemühen sich noch redlich der sicherlich bald durchkommenden Sonne aufrecht und strahlend entgegen zu treten. Alles andere ist mehr so Ton in Ton gehalten, nur das hübsche Gelb scheint sich vehement gegen den diesigen, wolkenverhangenen, Herbstmorgen zu stellen und den Sommertag schon mal vorzuwärmen und anzukündigen.

Ich begegne einigen Hunden, die erfreulich gut erzogen sind und prima auf ihre Kommandos hören, und ihre netten Herrchen grüßen freundlich und wir wünschen uns einen guten Morgen. Wenn das Zusammenspiel doch immer so einfach wäre. Als ich nach knappen 5km wieder zurück nach Hause komme, ist es schon merklich wärmer geworden, dabei habe ich nicht ewig gebraucht, sondern war mit deutlich unter 9min auf den Kilometer sogar fast schon flott unterwegs. Die neue Bandage ist viel straffer, als die, die ich seit Februar benutzt habe. Meine Muskeln sind müde und nicht nur die Oberschenkel, sondern heute auch die Waden, lassen mich wissen, dass für das Arbeitsoutfit heute bequeme, flache, Schuhe angebracht sind.

Ehe ich mich für die Arbeit fertig mache, sorge ich aber erst mal für eine ordentliche Abkühlung. Tatsächlich habe ich ja schon viel früher von der berühmten Fußball Eistonne gehört, die aber nie für für mich und mein Leistungsvermögen relevant empfunden. Seit dem ich uns die Kühlbandagen bestellt habe, haben wir nun natürlich ganz andere Möglichkeiten. Zum abkühlen gibt’s nun also Wadenbandagen, die im ersten Moment unangenehm und dann schnell in wunderbar angenehm kühl umschlagen. So sitze ich eine Weile, bis ich ausgeschwitzt bin, gehe dann duschen und stelle erfreut fest, dass meine Waden überhaupt kein Zwicken oder Zwacken an den Tag legen.

Und das hatte ich aber eigentlich erwartet.

 

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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