Nachdem wir gestern einen wunderbaren Ausflug zur Provinzlerin gemacht haben, diesmal allerdings ohne gemeinsam Sport zu treiben, schlafe ich heute aus. Selten für einen Sonntag und irgendwie finde ich, dass wir das nächste Mal bei der Provinzlerin unbedingt wieder etwas gemeinsam sporteln sollten. Ich weiß gar nicht, warum wir das dieses mal nicht mit vereinbart haben. Nun gut. Da jeder außer mir, einen Trainingsplan hat, hätte gemeinsames Sporteln vielleicht auch gar nicht reingepasst. Also mache ich mein Lauftraining heute.

Immer im Ausblick auf den 5km Lauf nächste Woche in Forchheim. Eingebettet in das Tricamp Nikolauswochenende machen wir nämlich nicht nur das traditionelle Adventsschwimmen für den guten Zweck, sondern der Forchheimer Lauf fällt zufällig passend. Also machen wir den auch mit, gemeinsam Sport eben. Und natürlich gibt’s die Nikolausfeier, auf die ich mich auch schon total freue. Hoffentlich inklusive ganz vieler Freunde und vielleicht auch mit ein paar neuen Gesichtern.

Irgendwie Familie

In Forchheim kann man 5km oder 10km laufen und ich will ja versuchen, dort die 5km am Stück unterwegs zu sein. Sicherlich wird mich der 10km Lauf dann irgendwann einsammeln, weil ich ja unheimlich langsam bin, aber am Stück ist am Stück. Und nur darauf kommt es an. Zusätzlich kennt mich dort ja keiner, wenn sich also jemand aufregt, sehe ich den höchstwahrscheinlich niemals wieder. Allerdings ist so ein Adventslauf ja auch selten von extremem Wettkampfgeist geprägt. Natürlich soll es einen Sieger geben, aber ich bin sicher, viele laufen einfach mit, um des Laufens Willen. Es geht nicht ausschließlich darum am zweiten Adventswochenende Bestzeiten aufzustellen.

Die Temperatur ist in der gestrigen Nacht schon deutlich unter 0°C gewesen und weil es die Sonne durch die vielen Wolken kaum hervor schafft, sind die Wege noch gut gefroren. Ich trage meine Trailschuhe. Die sind total bequem und ich habe einen festen Tritt. Ich laufe auch heute wieder kontinuierlich und wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht so gut klappt, dann nehme ich etwas an Geschwindigkeit raus und laufe trotzdem. Das hat ja schließlich gestern auch schon gut geklappt.

Immer weiter

So komme ich richtig gut in den Tritt. Die Schritte sind klein, aber der Fußauftritt ist perfekt. Gerald wird, wenn er mich irgendwann mal wieder laufen sieht, den Unterschied direkt bemerken. Ich laufe und laufe und halte mich aufrecht. So bekomme ich gut Luft und zusätzlich sieht es natürlich auch deutlich sportlicher aus, als so eingefallen nach vorne gekrümmt durch die Gegend zu laufen.

Beim heutigen Training verbinde ich noch das Training mit der Beschaffung von Adventsgeschenken und hole im Kiosk noch ein Päckchen ab. Meine Mutter hat mir nämlich noch eine Winterausstattung gestrickt, die mir bei den Temperaturen nun auch wirklich gelegen kommt. In unseren Turnbeutel, in den der Mohrenwirt uns unsere Radverpflegung gepackt hatte, packe ich also für den Weg vom Kiosk nach Hause nun das Päckchen. Und dann jogge ich den Weg wieder heim.