Der Januar fliegt arbeitsmäßig an mir vorüber. Das liegt vor allem an dem Arbeitsvolumen, was derzeit bei mir auf dem Schreibtisch landet und was ich abarbeiten möchte, damit die Prüfer der Jahresabschluss zügig rumbekommen und andererseits daran, dass ich nach wie vor einen zweiten Job im Team halb mit erledige. Wie ich den Lauf heute unterbringe, weiß ich noch nicht, als ich mich früh an den Schreibtisch setze. Es liegt viel an, wir müssen heute in paar Fristen einhalten. Wir fahren außerdem über das Wochenende zu den Patenkindern nach Osnabrück. Da wollen wir auch nicht erst mitten in der Nacht ankomme.

Ich möchte den Lauf heute aber unbedingt einbauen.  Im Grunde reicht mir eine wirklich kleine Runde, denn das Knie wird dadurch bewegt und wird sich auf jeden Fall wohler fühlen, als wenn ich nur am Schreibtisch sitze. Ziehe ich mich für eine kleine Laufrunde überhaupt an? Viele würden das nicht tun. Das liegt einfach daran, dass man, wenn die normale Laufrunde 10km beträgt, eine Strecke von 2km als so gering empfindet, dass sie sich kaum lohnt.

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Wenn allerdings die maximale Strecke, die man laufend absolvieren kann, bei 4-5 Kilometern liegt, dann sind 2km ja schon wieder in einem ganz anderen Licht zu sehen. Das ist dann nämlich die Hälfte der möglichen Maximalstrecke. Für einen 10km Läufer wäre das also vergleichbar mit 5 oder 6km. Vielleicht aber auch nicht. Im Grunde ist es auch egal, ob es vergleichbar ist, oder nicht Es ist auch wurscht, ob 2km viel oder wenig sind. Ob ich die zügig oder langsame mache.. Ich habe heute nur Zeit für diese Distanz, denn ansonsten müsste ich mich gegen den Lauf entscheiden.

Und damit für ein instabiles, empfindliches Knie. Und das kommt nicht in Frage. Zumal ich heute Nachmittag noch gute 3 Stunden im Auto sitzen werde. Da tut Bewegung vorher auf jeden Fall gut! Aber auch, wenn die Autofahrt nicht anstehen würde, wären die 2km meiner kleinen Runde heute deutlich besser, als nicht unterwegs zu sein. Lauf Nummer 24 des #rwjanuarstreak der Runner’s World baue ich also heute zwischen zwei Telefonate und der frühzeitigen Abfahrt ein.

Weil es mir sicherlich gut tun wird.

Erfreulicherweise habe ich auch bei diesem Lauf damit recht. Es ist zwar nicht das beste Wetter und ich bin über die Jacke froh, die ich mir noch gegriffen habe, trotzdem tut die frische Luft gut. Ich bin die ersten Schritte holprig unterwegs, dann aber pendelt sich alles ein und ich setze zügig einen Fuß vor den Anderen. Ich laufe ähnlich angenehm, wie die letzten Tage. Kleine Schritte, wunderbar aufrecht, wie es mir Gerald im GDT Technikcamp am Fuschlsee eingeprägt hat und zufrieden.

Das tägliche Laufen trägt deutlich zu meinem Wohlbefinden bei. Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt. Die frische Luft? Die Bewegung? Dass ich einfach mal alle Klamotten, die ich so habe, trage und durchwaschen kann? Es ist total egal. Wie so vieles. Hauptsache, ich freue mich. Und als ich nach den 2km wieder daheim bin, fühle ich mich tatsächlich viel besser, als vorher.

Und das ist das Einzige, was zählt!