Seit Jahren mache ich regelmäßig beim Women’s Run in Frankfurt mit. Es ist einfach cool, wenn sich ein rosafarbener Lindwurm durch den Frankfurter Stadtwald schiebt und es nicht ums vorne mit rennen sondern um das Einsammeln von möglichst vielen give-aways geht. Wenn die Veranstalter eine Shoppingmeile in den Wald packen würden, wären es sicherlich noch mehr Teilnehmerinnen… 
Dieses Jahr hatte ich besonderes Losglück und wurde von Reis Fit ins hauseigene Laufteam geholt. Der Gewinn beeinhaltet eine Hotelübernachtung, Anfahrt zum Lauf mit dem VIP Shuttle, ein personalisiertes Laufshirt und natürlich die Startgebühr… und das alles für meine Freundinnen und mich. Ich habe einfach für drei gewonnen! Das ist natürlich ziemlich cool. 
Wir reisen im Reis Fit Team Hotel an und nehmen unser Startpaket in Empfang. Neben ein paar Reis-fit Produkten und einem Gel sind auch noch O-Motion Strümpfe und mein personalisiertes Laufshirt drin. Also nichts wie anziehen und runter zum VIP Shuttle. 
Größe M sitzt knackig… aber da müssen wir nun durch. Ist ja alles fürs Team. 

Wir fahren mit dem großen Skoda zum Waldstadion einmal quer durch die Stadt und steigen direkt vor dem Start aus. Echt super. 
Und das Witzigste ist, wie man so angeschaut wird. 
Nachdem wir unsere Startnummern gesucht und gefunden, den Chip am Fuß montiert, die Nummer angelegt und noch ein Gruppenfoto für das Laufteam gemacht haben, beginnt das eigentliche Highlight des Laufes: das Einsammeln von Proben, give-aways und allerlei Sponsorengeschenken. Letztere gibt es mit Coupons, die sich an der Startnummer finden. 
Gut, dass wir den Zeugwart am Start haben, der seinen Rucksack bereitwillig mit Schlüsselbändern, T-Shirts, Wäschenetzen, Waschmitteln und Zeitungen füllt. Er ist das rosa Zeug bereits gewöhnt und findet es vollkommen ok hier die zweite Geige zu spielen. Solche Männer braucht das Land! 
Nachdem wir am Reis-fit Stand noch ein VorherFoto am Zielverpflegungsstand geschossen haben… 
…begeben wir uns am Warmturnen vorbei zur Startaufstellung. Wir stellen uns praktisch ganz nach hinten, denn es kommt heute auf das Miteinander an und nicht darauf, vorne alles zu geben. 
Gut, dass um uns rum einige Aufpassen… so hören wir spontan von hinten den Befehl „Hände hoch“ und sind froh, dass wir die Welle gerade so noch erwischen… Glück gehabt. Aus der Reihe fallen wir schließlich schon genug mit den gelben Shirts, da müssen wir nicht noch mit „nicht mitmachen“ auffallen. 
Nach dem Startschuß beginnt das Feld sich langsam in Richtung Startbogen zu schieben und schon sind wir auf der Strecke. Prima. 
Wir laufen zusammen und die Vereinsmädels haben angekündigt, dass wir die ganze Zeit beisammen bleiben. Ich habe kurz ein schlechtes Gewissen, denn beide sind im Ironmantraining und könnten locker flotter laufen als ich… aber wenn sie bei mir laufen wollen, dann finde ich das natürlich super. 
Wir überholen viele Läuferinnen. So ist das, wenn man ganz hinten startet. Ich kann das gut gebrauchen, dass ich das mal übe, wenn’s unwichtig ist. Für den Kopf paßt das wirklich gut. 
Wir lassen die Verpflegungsstände links und rechts liegen, weil es weder Pizza noch Cola oder Gummibärchen gibt und beschließen deshalb einfach weiter zu rennen. Aber wir sind uns alle drei einig, dass heute nur bis genau ins Ziel gerannt wird. Keinen Schritt weiter. Herrlich. Es macht viel Spaß mit den Vereinsmädels. Wirklich. Mal laufe ich vor, mal findet eine von ihnen die Lücke und so schieben wir uns langsam aber stetig an den Läuferinnen vorbei. Wir werden insgesamt nur von 4 Läuferinnen überholt. Da ist Rekord. 
Während dem Lauf lernen wir noch, wie das Tagsüberfernsehen offenbar landläufig genannt wird und können uns nur wundern. Und immer haben wir den Hotelwhirpool im Hinterkopf. Sowas kann prima motivieren. 
Kurz vor dem Zieleinlauf heißt es Hände packen und lächeln. Das fällt mir heute besonders leicht und auch die Vereinsmädels müssen sich nicht sonderlich konzentrieren. 
Als gelber Farbtupfer zwischen lauter rosafarbenen Läuferinnen und nach so einem netten Gemeinschaftserlebnis kann man einfach nur noch lächeln. Im Ziel wird sich ordentlich abgeklatscht und dann nix wie ab zur Zielverpflegung! 
Nach einer kurzen Stärkung und einem „nach dem Lauf“-Foto treffen wir den Zeugwart und lassen uns beglückwünschen. Und nachdem wir unseren Zeitnahmechip zurückgegeben haben fahren wir mit dem VIP Shuttle wieder zurück ins Hotel. Das ist auch wieder ziemlich cool, in die Skodalimousine zu steigen und einfach genau da aufgegabelt zu werden. Echt ein super Service. 
Unser Fahrer muß sich schwer zurückhalten nicht in ein herzliches Lachen auszubrechen, als er von unseren ganzen rosa Weisheiten und Geschichten hört. Der Rücksitz plappert in einer Tour. 
Im Hotel angekommen sichten wir als erstes unsere Finishertasche, die wie bei diesem Lauf üblich, prall gefüllt ist mit Proben und Geschenken. Es ist irgendwie wie Geburtstag. 
Den Abend lassen wir im Whirlpool ausklingen und hoffen,  naiv, wie wir nun mal sind, darauf, dass uns der Whirlpool vor jedem Muskelkater bewahren wird.