Glückliches Ende


Die sportfreie Zeit ist zu Ende. Ich halte mich möglichst genau an die Vorgaben und dementsprechend gehe ich erst heute wieder laufen. Und im Anschluß natürlich dann auch gerne duschen. Aber zuerst lege ich los. Schwitzen kommt vor der Dusche. Die Reihenfolge ist bekannt.

Ich bin nicht daheim im Moment, weil -grob gesagt- familiäre Verpflichtungen mich in den hohen Norden ziehen. Freunde sind ja bekanntlich die Familie, die man sich selbst ausgesucht hat und manchmal entstehen tiefere Verbindungen, die nicht mehr wegzudenken sind. So auch mit diesen Freunden, bei denen ich vor nunmehr 10 Jahren die Patenschaft für das erste Kind übernehmen durfte.

Was eine große Ehre so etwas ist. Und was für eine Aufgabe! Eine, die ich wirklich gerne übernommen habe. Damals, wie heute. Manchmal intensiver als zu anderen Zeiten, aber mit dem Herzen immer dabei. Eine Patentante bildet irgendwie eine weitere Insel in einem Kinderleben. Eine Insel, die zwar erwachsen ist, aber eben weder Mutter, noch Vater. Eine Patentante bietet Sicherheit, dass das Kind immer kommen kann und immer gerne gesehen ist, aber sie drängt sich nicht auf. Manche Themen sind einfach Papa/ Mama Themen, da kann auch die beste Tante nichts tun.

So ist ein Patenamt immer eine Aufgabe, manchmal eine Bürde aber immer eine tolle Sache. Zumindest finde ich das. Wahrscheinlich, weil ich mit meinen zwei Patenkindern bisher den großen Wurf gemacht habe. Ich glaube, das liegt aber auch viel daran, wie die Eltern des Patenkindes dem Paten den Weg ebnen.

Das Patenkind aus dem hohen Norden, mein Erstes, durchlebt irgendwie viele Themen meiner eigenen Kindheit. Sie wächst mit einem Hund auf, spielt Klavier und tanzt Ballet. Wie bei mir früher. Und dieses Wochenende ist ihre erste Aufführung. Da darf ich als Patentante nicht fehlen. Ganz klar.

Glücklich.

Als Vorbereitung und um den Kopf etwas frei zu bekommen, weil ein Familienleben doch etwas anderes ist, gehe ich heute also mit den Laufschuhen raus. Auf dem Plan stehen 45 Minuten. Der Trainer ist guter Dinge, dass ich, obwohl ich schon länger nicht gelaufen bin, einfach so 45 Minuten durchrennen kann. Hier im hohen Norden kenne ich einen Weg, der sich für meine Laufrunde ganz gut eignet. Und da die Auswahl ganz sicher riesig, meine Orientierung allerdings unter aller Kanone ist, nehme ich den bekannten Weg und laufe die Runde einmal zum Haus zurück.

Nordlauf.

Dann drehe ich um und laufe den Weg nochmals. Die Welt sieht ja oft ganz anders aus, wenn man sich umdreht und die Perspektive ändert. So ist es auch hier und heute. Die Häuser sehen hier im Norden sowieso anders aus, als die im Rhein-Main-Gebiet und so betrachte ich sie mir nun auch nochmals von der anderen Seite.

Claudi gives it a TRI - Nordlauf

Nach diesem Nordlauf mache ich noch ein kleines Nickerchen und dann geht es auf zum ersten großen Ballettauftritt meines großen Patenkindes. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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