Aussicht auf Besserung


Nachdem wir am Dienstag meine Gehstrecke ausgebaut haben und die Kondition super gepaßt hat, geht es heute auf meine mittlerweile fast schon übliche Hausstrecke zum Physiotherapeuten. Wie bereits bekannt ist sie 5km lang und ich plane einen Angriff auf den Weltrekord in der Zukunft. Wie nah oder fern die Zukunft im Bezug auf den Weltrekord ist, weiß ich leider noch nicht, denn ganz offensichtlich ist eine Steigerung von 11 Minuten pro Woche nicht wirklich durchführbar. Ich bin selbstverständlich nicht überrascht darüber. Obwohl ein Weltrekord natürlich cool wäre… aber gesund werden ist dann doch noch eine Ecke cooler.

Schnürsenkel

Heute will ich aber zum ersten Mal seit dem Unfall wieder meine Laufschuhe anziehen um die Strecke zu absolvieren. Vielleicht denken meine Füße dann automatisch, dass es flotter gehen könnte? Obwohl die Füße ja nicht das Problem sind. Aber ganzheitlich betrachtet, gehören sie halt dazu und haben vielleicht auch einen direkten Draht zur Lunge. Weiß man ja nicht, wie das alles so vernetzt ist. Ich schlüpfe auf jeden Fall in die Laufschuhe und bin froh, dass sie mit Gummischnürsenkeln ausgestattet sind. Schuhe zubinden geht noch immer nicht wirklich. Die Vornüberbeugung ist schmerzhaft. Ich bin gespannt, wann die Rippen das wieder schmerzfrei gestatten.

Mückenplage

Wie jedes Mal, wenn ich zur Physiotherapie marschiere bzw. spaziere, starte ich auch heute wieder meine GPS Uhr. Es ist irgendwie schön zu sehen, wie flott ich so gerade unterwegs bin. Außerdem hilft es mir auch beim bewußten tiefen atmen, wenn ich die Geschwindigkeit prüfe. Dann denke ich nämlich sofort daran zu checken, ob alles ok ist. Keine schlechte Methode. Bei mir funktioniert sie. Der erste Teil des Weges läuft mehr oder weniger sonnig beschienen durch ein Wohngebiet, ehe es im Anschluß über Felder und durch ein Waldstück geht. Obwohl ich seit Wochen das Gefühl habe, regelmäßig in Autan zu duschen, kommen im Wald doch immer wieder fliegende Insekten vor, die nichts gegen Autan haben. Oder denen es zu spät auffällt und die dann mit einem Hustenanfall davon schwirren. Erfreulicherweise halten sich Angriffe jeglicher Stechmücken zurück und ich komme seit Wochen ohne einen Stich davon. Und das, obwohl zahlreiche Menschen in unserem Bekanntenkreis behaupten, dass Autan gegen einheimische Mücken machtlos geworden sei. Ich kann das nicht bestätigen.

Allerdings haben der Zeugwart und ich auch eine entsprechende Anwenderakrebie entwickelt und sprühen uns wirklich vor jedem Feld-, Wald- und Wiesenbesuch entsprechend ein. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das läuft bei uns eben.

Claudi gives it a TRI - Läuft bei Dir

Ich spaziere heute wie üblich über gewohntes Terrain und bin nach 50 Minuten bei der Physiotherapie. Wow. Von 1:09 Stunde auf 58 Minuten und jetzt erneut 8 Minuten flotter. Der Weltrekord ist natürlich noch lange nicht in Sicht, aber es ist schon bemerkenswert, wie viel schneller und wie viel weniger geschafft ich bin, im Vergleich zu vor drei Wochen. Meine Lunge erholt sich ganz gut. Der Aktive ist überrascht, dass ich schon da bin und ich teile mit, dass ja keiner mit meiner Schnelligkeit rechnen konnte. Ist ja auch wirklich so. Wer weiß, in was für einer Tagesform ich so bin, da gebe ich mir lieber noch etwas Puffer, als unpünktlich zu sein.

Phystiotherapie

Es wird also stetig besser. Erfreulich. Besserung ist also stark in Sicht. Und als der Aktive dann bei mir loslegt, bin ich wieder froh, dass es mir tatsächlich immer besser geht. Dann sind die Schmerzen, die ich hier bei der Physiotherapie habe absehbar. Alles was er so macht ist heute wirklich ganz gut zu ertragen, obwohl wir beide feststellen, dass der Stressball auch froh sein wird, wenn ich nicht mehr herkommen muß. Die Aussicht auf schmerzfreiheit und Besserung ist heute präsenter denn je.

Ich habe noch eine Woche bis zu meinem nächsten Arzttermin. Mein Orthopäde wird mein Schlüsselbein und meine Lunge röntgen und dann darüber Auskunft geben, ob mein Arm wieder mehr belastet werden darf und mein Brustkorb auch. Ich werde erfahren, ob die Lunge sich gut erholt, wobei da das Gefühl eigentlich das Entscheidende ist. Finde ich zumindest. Was bringt es mir, wenn der Arzt sagt, alles ist super, aber ich kann keine Treppe hoch ohne zu schnaufen? Besser wäre es, wenn alles so läuft wie jetzt und der Arzt sagt, dass die Lunge noch weitere Erholung und Training braucht. Dann habe ich ein gutes Gefühl, weiß aber ich sollte nicht übertreiben. Und vielleicht sagt er ja auch einfach, dass alles super ist? Kaum auszumalen, wie toll das wäre.

Eine Vollbelastung heißt dann zwar nicht sofort Handstand und Luftsprünge, denn mein Brustkorb schmerzt noch immer bei einige Bewegungen und ich wache nach wie vor  Nachts oft auf, weil ich mich nicht richtig lagern kann. Aber wenn die Möglichkeit zur Belastbarkeit wieder gegeben wäre, würde das einer neu gewonnenen Freiheit ähnlich kommen. Ich bin gespannt. Da Vorfreude die schönste Freude ist, werde ich die Aususicht auf Besserung vorerst in vollen Zügen genießen!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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