Frontschnorchel Routine


Die Arbeitswoche ist rum. Wahnsinn, wie schnell Weihnachten dann doch immer da ist, obwohl es sich während der Arbeit trotz Lichterglanz auf den Straßen und Spekulatius auf der Flurküche immer noch total weit weg anfühlt. Aber heute ist der letzte Arbeitstag vor Weihnachten und das Büro ist fast ausgestorben. Vereinzelt sitzen Kollegen noch am Platz, entweder weil kein Urlaub mehr übrig ist, oder weil trotz den anstehenden Feiertagen noch viel Arbeit anliegt. Ich bereite den Jahresabschluss vor und so kann auch ich nicht von wenig zu tun sprechen.

Trotzdem ist die Arbeit zum Jahresende irgendwie anders. Ich bleibe ruhiger, auch wenn ich zum 10. Mal die gleiche Frage beantworte, und ich bin weniger verzweifelt, wenn glasklare, absolut logische, Themen einfach nicht in die Köpfe der Menschen hinein wollen. Es ist einfach so, wie es eben ist. Jetzt, kurz vor Weihnachten, werde ich auch im Jahr 2017 die Welt nicht ändern.

Heute ist mal wieder freitägliches Vereinsschwimmtraining und der Zeugwart, der Neue und ich, sind die Einzigen, die es ins Wasser schaffen. Alle anderen Mitschwimmer sind entweder noch ziemlich Land unter, noch geschäftlich unterwegs, als Weihnachtsmann eingespannt um Geschenke zu besorgen oder einfach mit anderen Dingen beschäftigt. Wir schwimmen. Das Wasser ist, passend zu Jahreszeit, mal wieder ziemlich abgekühlt, und auch die Temperatur in der Traglufthalle ist alles andere als kuschelig. Aber wir sind ja zum schwimmen hier und nicht zum rumstehen oder baden.

Und beim schwimmen wird sich ja bewegt. Ich mache heute mal wieder ein weiteres Kapitel „Schwimmen nach dem Plan des SchwimmGurus“ und weiß schon bevor ich überhaupt starte, dass es nicht weihnachtlich gemütlich und locker, sondern SchwimmGuru-mäßig technikbetont sein wird. Haben Trainer keine Weihnachtsgefühle? Schon der Tonangeber mit seiner vermeintlichen Ruhewoche hat bei mir ja nicht wirklich zum Verständnis für die besinnliche Zeit beigetragen, und jetzt auch noch der SchwimmGuru mit seinen Übungen.

Schwimmschnorchel

Den Technikteil schwimme ich mittlerweile mit einer regelrechten Routine. Mein Frontschnorchel ist mittlerweile für meine Technikübungen normal. Ich atme durch den Schnorchel ein und durch die Nase aus, ich verschlucke mich nicht mehr und ich merke, wie viele Übungen besser klappen, weil ich konzentrierter im Wasser liege und nicht zum Luft bekommen den Kopf drehen muß. Mittlerweile setze ich auch oft die Flossen ein, um stabiler im Wasser zu liegen. Wenn ich größere Füße hätte, bräuchte ich die wahrscheinlich seltener?

Heute steige ich nach 58Minuten aus dem Wasser. Ich bin zufrieden mit dem Trainingsplan und wie ich ihn heute durchgeschwommen habe. Zwischenzeitlich hatte ich auch tatsächlich ein paar Mal das Gefühl von Geschwindigkeit und konnte beim Atmen die Welle richtig ausnutzen. Das passiert mir sonst nie. Ein Weihnachtswunder quasi.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!

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