Mein flexibler Kraulstil


Gestern war ich etwas Sonne tanken, was mir im trüben, kalten Frühlingsmärzwetter wirklich mehr als gelegen kam. Die Sonne an der französischen Riviera hat zur Mittagspause alles gegeben und ich glaube mein Vitamin D Spiegel wurde erfolgreich aufgefüllt. Leider hat der Pilot etwas später als geplant abgehoben und ein später Unfall auf der Autobahn hat meine Heimfahrt zusätzlich merklich verzögert. Ich bin also heute früh deutlich müde und extrem unausgeschlafen. Aber der Vitamin D Spiegel paßt.

Leider hat das für mein heutiges Schwimmtraining mit dem SchwimmGuru keinerlei Bewandtnis. Wenigstens sage ich in der üblichen Abfrage nach dem Gesundheitszustand und dem Fitnesslevel, gleich, dass ich müde bin. Allerdings können wir deshalb ja jetzt kein Wellnessprogramm machen. Das weiß ich auch. Und weil ich ja ein Profi bin und irgendwann mal ein Ironman werden möchte, reiße ich mich auch zusammen. Es wird ja wohl zu schaffen sein, dass ich mich diese eine Stunde ordentlich konzentriere. Die Dusche im Anschluß kann ich dann ja mit Wechselduschen zum weiteren aufwachen nutzen.

Heute schwimmen der SchwimmGuru und ich öfter mal nebeneinander her. Das liegt allerdings auf keinen Fall daran, dass ich jetzt so toll schnell schwimmen kann, sondern daran, dass der SchwimmGuru ein guter Lehrer ist und sich anpassen kann. Und zwar so, dass ich denke, dass ich ganz flott schwimme. Heute passen wir meinen Kraulstil den Gegebenheiten an. Das ist schwieriger, als ich dachte, weil ich ja irgendwie froh bin, dass ich einen neuen Kraulstil schwimme. Aber der muß flexibel sein. Damit ich mich an jede Situation anpassen kann.

Wenn ich im See eingekesselt werde zum Beispiel. Dann muß ich anders kraulen können, als wenn ich alleine im Becken bin. Es darf mich nicht kirre machen, wenn mich jemand anrempelt oder sich unkollegial verhält, wie damals im Kraichgau. Ich muß dann einfach in der Lage sein mein Kraul anzupassen und im Idealfall etwas aus der Gefahrenzone rausbeschleunigen. So mache ich das auch gerne, wenn ich Motorrad fahre. Um diese Situation zu simulieren, schwimme ich mit ordentlich Druck und Paddels und ziehe die dann zügig aus um die nächsten zwei Bahnen ohne und zusätzlich mit geballter Faust zu schwimmen.

Natürlich mit einem merklichen Geschwindigkeitsabfall. Außerdem muß ich lernen, dass ich dann besser mehr Beinarbeit mache und dass sich ein anderer Rhythmus anbietet ist auch etwas, dass ich heute nur schwer selbst feststelle. Angepasstes schwimmen also. Das muß ich üben. Der SchwimmGuru zeigt mir heute außerdem, wie ich mich ransauge und dann ausschere um zu überholen. Lustig, dass er überhaupt der Meinung ist, dass es langsamere Schwimmer gibt, die ich überholen können sollte. Das ist etwas, an das ich selbst nicht gedacht hätte. Aber wir üben. Gemeinsam.

Dass der SchwimmGuru mit mir zusammen im Wasser ist und nicht am Beckenrand trockene Anweisungen gibt, ist mein großer Vorteil. Auf diese Art kann ich das Ansaugen ausgiebig üben, lerne, wo der Sog am besten ist und wie ich seinen Sog am besten für meine Manöver nutzen kann. Wirklich ziemlich effektiv, dieser SchwimmGuru Sog. Eine tolle Sache. Ich werde das mit dem Zeugwart bei den nächsten Vereinstrainings üben. In Zukunft werde ich also nicht nur an den Füßen kitzeln, sondern einfach überholen. Oder es zumindest versuchen.

Wie ich es bereits beim durchschwimmen des letzten Trainingsplanes geahnt habe, legt der SchwimmGuru heute tatsächlich erneut besonderen Wert auf SchwimmGolf. Ich glaube einfach, dass meine Technik mittlerweile wirklich ganz verlässlich funktioniert und es jetzt deshalb ans Eingemachte geht. Und dafür ist SchwimmGolf eben die richtige Trainingsmethode. Nach dem ersten Wert brauche ich allerdings noch mal ein kurzes gerade Rücken der Zeiger in meinem Gehirn, weil das Handicap unterirdisch hoch ist. Dann aber klappt es ganz gut.

Und damit meine Streckenschwimmübungen in Zukunft noch ein bisschen effektiver werden und auch das SchwimmGolf Handicap profitiert, bekomme ich noch die richtige Technik der Rollwende beigebracht. Klar habe ich die immer mal wieder probiert und sicherlich auch nicht komplett falsch gemacht, trotzdem ist das Erlernen der richtigen Technik von Grund auf eine gute Sache. Kraulen konnte ich ja auch vorher und es hat nichts gebracht. Beim eigenständigen Schwimmtraining morgen Abend mit dem Verein werde ich also die Rollwende mit richtiger Technik nutzen. Da bin ich ja mal gespannt.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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