Gegenwind und Vorregenstimmung 2


Da der Trainer derzeit das Laufen aus meinem Trainingsplan verbannt hat und ich das nur noch mit dem Physiotherapeuten abstimme, steht heute Radeln drauf. Allerdings habe ich einen moderaten Trainingsplan bekommen, denn obwohl ich schwimmen und Radfahren kann, ist so ein verkantetes Gelenk trotzdem nicht so super belastbar und -falls Bewegungen doch schmerzhaft sind- es bringt auch nichts, extrem weit von daheim weg zu sein. Wenn es hart auf hart kommt und ich tatsächlich nicht weiterfahren könnte, dann wäre das blöd. Wobei ich im Ernstfall in den für heute vorgegebenen zwei Stunden auch recht weit kommen könnte.

Gegenwind

Wenn ich mir nicht sicher wäre, dass der für heute geplante Rückweg ganz sicher mindestens doppelt so lange dauert, wie der Hinweg. Der Reihe nach haben wir heute geplant, dass wir meine neuen Kontaktlinsen beim Optiker in Bruchköbel abholen, dann noch beim LandRover Händler nachfragen, ob der Jeep zwei Räder laden kann und dann wieder heim fahren. Im Anschluß beginnt dann das übliche Samstagsprogramm. Wir hoffen eben einfach nur, dass wir so dem Regen entgehen können, der für heute Mittag / Nachmittag angesagt ist.

Fahrradflasche

Bei den heutigen 10°C sparen wir uns die Thermosflaschen und rühren das Sportgetränk in unsere normalen Trinkflaschen ein. Unstoppable und Performance sind dabei vollkommen unbeabsichtigte Motivationen. Und natürlich verwenden wir keinen Holzlöffel um das Pulver in die Flaschen zu rühren… er passte aber ziemlich gut zum Vordergrund.

Neue Ausstattung

Ich fahre heute mit meinem neuen Helm. Eine Einweihungsfahrt sozusagen. Da es heute ordentlich weht, fahren wir mit Mütze unter dem Helm und erfreulicherweise habe ich eine, bei der hinten der Zopf durchgesteckt werden kann. Sie ist leider nicht so Ohrenabdeckend, so dass ich eine Boff-Mützen-Konstruktion erschaffen muß, aber dann sind die Ohren hervorragend geschützt und der kalte Wind hat keine Chance. Zumindest nicht an Ohren oder Kopf.

Der Rest des Athletinnenkörpers ist ebenfalls bestens ausgerüstet und ich bin einmal mehr froh, dass ich bei Jacke, Hose und Schuhen im letzten Jahr etwas Geld ausgegeben habe und ganz offenbar sinnvoll investieren konnte. Die Jacke sitzt toll und hält warm, die Hose ist super bequem und die Schuhe halten meine Füße prima warm. Was will man beim Radfahren noch mehr?

Bruchköbel

In Bruchköbel angekommen, flitze ich schnell zum Optiker rein und hole meine neuen  Kontaktlinsen ab. Die werden bei mir alle drei Monate ausgetauscht und dann bekomme ich eine SMS und hole mir die Neuen einfach und unkompliziert ab. Meyer Optik in Bruchköbel ist irgendwie auf Sportler ausgelegt, zumindest kommt es mir so vor. Ein Fahrradparkplatz, eine ganze Wand mit Sportbrillen, ein Windkanal und die freundliche Frage, der Optikerin die mir die Linsen gibt, wohin es denn heute noch gehen soll mit dem Rad, zeigt mir, dass ich mit der Wahl des Optikers echt eine gute Entscheidung getroffen habe.

Brille

Nachdem der LandRover Händler uns noch erklärt hat, warum zwei Fahrräder nur in seine größten Autos reinpassen, fahren wir wieder in Richtung Heimat. Mit Gegenwind. Deshalb ging es auf dem Hinweg auch so flott und leicht von der Hand! Jetzt müssen wir ordentlich strampeln um vom Fleck zu kommen. Gut, dass mein Tacho mich mit dem Wörtchen LEER im Display motiviert und mir nicht die Geschwindigkeit zum ablesen vorhält. Das wäre wahrscheinlich recht demotivierend und deshalb finde ich das sehr großzügig, dass nun auch die Batterie des Tachos aufgegeben hat. Mein Rad und meine technischen Gimmicks verstehe mich eben. Wer kann das schon von sich sagen?

Der Weg führt uns durch den an sich malerischen Park in Hanau Wilhelmsbad.

Hanau

Der trotz trister Vorregenstimmung irgendwie noch etwas Zauber rüberbringt. Ich zumindest fahre hier immer wieder gerne lang und stelle mir vor, wie es hier wohl zuging, als die Gebäude noch die Stallungen des Kaisers waren.

Mein Training scheint sich mittlerweile etwas auszuzahlen, denn ich komme erstaunlich gut mit dem Gegenwind zurecht und kann die Geschwindigkeit prima halten. Zumindest so nach Gefühl, der Tacho geht ja schließlich nicht. Ich brauche auch kaum was zu trinken oder Verpflegung und ich steige nicht besonders geschafft vom Rad, als wir dann daheim sind. Ich hätte heute auch länger fahren können, wenn der Samstag 6 Stunden mehr hätte und wir nicht noch soviel erledigen müssten.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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2 Gedanken zu “Gegenwind und Vorregenstimmung

  • Nora

    Huhu! Super Blog, es macht wirklich Spaß, hier ein bisschen rumzulesen! :)…Momentan ist das Wetter aber auch wirklich schwierig! Dieser Wind nimmt einem ja echt alles! Man muss nur aufpassen, dass man beim Start Gegenwind bekommt und zum Ende hin Rückenwind, dann läufts, sag ich Dir! :D..Mach weiter so und ganz liebe Grüße aus levico terme ! Nora

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