Noch nicht mal die Augen aufgemacht


Nachdem das Schwimmen gestern doch recht erfolgreich war, stehe ich heute früh nicht nur mit dem Trainingsplan, sondern auch voller Motivation auf. Die Stadt mit ihren unzählbaren Hochhäusern ist noch nicht vollständig erwacht, es fahren wenig Autos auf der Strasse und Touristen sind gar keine auf der Straße. Ich laufe zum Strand. Die Chefin hat aufgeschrieben, dass ich 10 Minuten zum Strand laufen soll, dann mache ich dort barfuß Lauf ABC und dann laufe ich wieder heim. Für sie ist Lauf ABC ja eh kein Problem und ich behaupte ja mittlerweile, dass auch ich deutlich besser geworden bin.

Natürlich kein Vergleich zur Chefin, aber man vergleicht sich sportlich auf meinem Level ja auch besser nicht mit anderen, sondern mit sich selbst. Und da ist die Verbesserung auf jeden Fall mehr als deutlich zu merken, wenn man sich den Anfang meiner Lauf ABC Karriere anschaut. So lange ist das ja auch noch nicht her mit dem Trainingsbeginn. Ich ziehe mich also möglichst luftig an und laufe los. Durch die leeren Straßen von Waikiki hindurch bin ich wirklich im Nu am Strand. Diese künstlich angelegte Touristenstadt ist wirklich überschaubar.

Am Strand angekommen beginnt mein Lauf ABC. Die Sonne hat diesen Strandabschnitt noch nicht erreicht, die vielen Hotels bieten ausgiebig Schatten und zusätzlich ist sie um diese Uhrzeit einfach noch nicht so weit. Der Strand ist deshalb nicht dunkel, aber eben schön angenehm schattig. Mein Hinweg, also der anstrengende Teil im Lauf ABC, lässt mich auf Honolulu blicken, die belebte Staatshauptstadt von Hawaii. Auf dem Rückweg schweift mein Blick von den zahlreichen Hotelwolkenkratzern von Waikiki zum Diamond Crater, dem Wahrzeichen des Strandes und von praktisch überall zu sehen, wenn man in die richtige Richtung schaut.

Die Mönchsrobbe, die gestern als wir hier geschwommen sind, aus dem Wasser gerobbt ist, liegt hier noch immer und ruht. Von meinem Rumgehopse lässt sie sich überhaupt gar nicht beeindrucken und auch, als ich zu meinen legendären Sprints ansetze, öffnet das riesige Tier noch nicht mal die Augen. Das kann einen auch deprimieren, wenn die eigene Anstrengung für andere so extrem unbeeindruckend ist. Aber egal, die Robbe sieht hier täglich durchtrainierte, wendige Surfer und zahlreiche Fotomodels, da bin ich, mit dem Lauf ABC, komplett durchgeschwitzt und am stöhnen vor Anstrengung sicherlich wenig erquickend. Als die Sonne ihren Weg knapp um die Hochhäuser gefunden hat, bin ich fertig, dusche meine Füße ab, denn Süßwasserfischen stehen hier an jeder Ecke, und ziehe meine Laufschuhe wieder an.

Der Weg zurück zum Hotel ist belebter, und das, obwohl nur knappe 20 Minuten zwischen dem Hin- und dem Rückweg gelegen haben. Waikiki erwacht, der Touristenhochburg steht ein weiterer, ereignisreicher Tag bevor.

Clauditries

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!
Clauditries

Letzte Artikel von Clauditries (Alle anzeigen)


Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!