Nicht atmen


Nachdem ich am Samstag im Freiwasser mal wieder beeindruckend langsam war, schwimmen wir heute wieder im Becken. 25m. Ein unbeliebtes Trainingsrefugium, einfach, weil es hier ausschließlich ums Wenden geht. Kaum abgeschwommen, wird gleich wieder gewendet und selbst, wenn ich mich kaum abstoße schaffe ich gerade mal knappe 20 Armzüge. Das sind 10 auf jeder Seite, das ist quasi kaum etwas.

Ich atme alle drei bis fünf Züge, das heißt also, auch kaum mal auf so einer Bahn. Wieso der Platz beim Schwimmbadbau so begrenzt ist, ist mir einfach ein Rätsel. Aber so ist es nun mal. die Halle beherbergt ein 25m Becken und heute wird eben entsprechend trainiert. Generell habe ich heute einen schlechten Tag. Mit dem Moment als ich das Bürogebäude betreten habe, ist die Laune in den Keller gesunken und dabei hat das Gebäude noch nicht mal eine Unterkellerung.

Meine Laune wird über den Tag kaum besser, aber nach Feierabend steigert sie sich wieder etwas. Besonders gut geht es mir heute auch nicht. Ist vielleicht aber vor allem auch kopfgesteuert. Weiß ich jetzt nicht. Wo es herkommt ist per se ja auch erst mal egal. Man kann halt nicht immer gute Tage haben. Und wenn einen schlichtweg alles ärgert, dann muß man das vielleicht auch einfach mal ertragen? Es ist ja nicht jeden Tag so.

Immerhin habe ich Lust zu schwimmen und selbst, wenn es nur ein kleiner Teil vom Tag ist, so finde ich, etwas Gutes muß noch reingepackt werden. Und schwimmen tut meistens gut. Der Zeugwart ist natürlich ebenfalls mit am Start. Das kurze Becken wird ihn zwar nur notdürftig beschäftigen, aber etwas Bewegung tut eben auch keinen Schaden, in der Taperingwoche.

Da ich auch immer besser unterwegs bin, wenn ich einen Plan habe, nehme ich mir heute 300m Blöcke vor. Also schwimme ich mich erst mal gute 200m ein und dann geht’s mit den Blöcken los. 300m im 25m Becken… was hat mich da geritten? Wahrscheinlich nichts. Ich habe einfach kaum nachgedacht. Bei 300m bekommt man fast einen Drehwurm. Ich wechsle also die Wenden ab und finde es sehr lustig, dass ich bei meiner Atempyramide tatsächlich atemlos durch das Becken komme.

Das Becken ist einfach wirklich kurz. Ich schwimme heute inklusive aller Pausen und Übungen über die Zeit und die Meter, die ich absolviere, deutlich schneller, als die letzten Male im See. Das ist doch verrückt. Ich kann also ordentlich schwimmen. Nur halt im See nicht. Und nicht im See bei Wind. Und nicht, wenn der Neo nicht richtig sitzt. Aber im Becken schon.

Wenigstens das.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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