Club der Drücker


Buchhalterin mit Leib und Seele, Zahlenliebe durch und durch, Differenzen suchen eine tägliche Leibspeise und doch mit viel Austausch und offenem Ohr zum operativen Geschäft. Ein Finanzler, der mit beiden Beinen in der Realität zu Hause ist. Wenn ich mal wieder den Job wechseln möchte, könnte ich das wohl so übernehmen… heute kommt es mir für den Jahresabschluss gelegen.

Während alle Welt Termine hat und deshalb Sachen liegen bleiben, weil man halt nur zwei Hände hat oder denkt, dass alles auch bis Montag warten kann, sitze ich bis spät im Büro und tüftel mich so durch. Im Finanzbereich während des Jahresabschluss seinen Kalender auch noch mit weiteren Terminen zuzumüllen ist nicht besonders klug und von Weitsicht oder Überblick zeugt es gleich dreimal nicht. Erfreulicherweise bin ich nur hier um zu arbeiten und so kriege ich tatsächlich alles unter, was heute auf dem Plan stand und fahre dann im Anschluß zum Schwimmen. Immerhin will des SchwimmGuru’s Plan abgearbeitet werden und ich habe bei den heimlichen Trockenübungen schon ein gute Gefühl gehabt.

Auf das Schwimmen freue ich mich schon den ganzen Tag. Nachdem ich meinen Trainingsplan am Mittwoch vollumfänglich abgearbeitet hatte und mich der Muskelkater daran bis gestern Abend immer mal wieder erinnert hat, bin ich gespannt, wie es mir heute ergeht. Oder noch besser morgen. Denn morgen will ich eigentlich laufen gehen. Den Lauf, den ich für Gewöhnlich Donnerstags mache, an den aber gestern, dank übermüdetem Körper nicht zu denken war. Mit einer Ganzkörpermüdigkeit gespickt mit zusätzlichem Muskelkater konnte ich mich wirklich nicht zum laufen aufraffen. Morgen will ich dagegen lang unterwegs sein.

Aber ich bin vorsichtig, die Ziele dürfen nicht zu hoch sein. Auf einen Rückschlag, körperlich oder mental, habe ich keine Lust. Dafür habe ich auch gerade auf der Arbeit viel zu viel zu tun. Ich will zwar etwas erreichen, vor allem im Triathlon, aber meinen Lebensunterhalt verdiene ich damit längst nicht. Also geht die Arbeit immer vor. Wenigstens ist der Verkehr mittlerweile deutlich weniger als noch zur normalen Feierabendzeit und ich bin ratz fatz am Schwimmbad. Erfreulicherweise ist der Fremdvereinsfan auch schon da und so gehen wir, wegen der noch andauernden Winterferien in Hessen, schon mal rein. Unserer Vermutung nach dürften unsere Bahnen schon beschwimmbar sein.

So ist es dann auch. Wir schwimmen uns kurz ein und dann legt jeder mit seinem Trainingsplan los. Ich schwimme einen vom SchwimmGuru und versuche konzentriert auf alles zu achten, was wichtig ist. Immerhin sind das eine ganze Menge Sachen, zumindest kommt mir das so vor. Ich will ja in den Club der Drücker und deshalb achte ich darauf ganz besonders. Drücken, nicht ziehen. Immer wieder. Jede Bahn ein Kampf, gegen die Gewohnheit, jede Bahn auf’s Neue, immer wieder erwische ich mich beim ziehen. Wenigstens merke ich den Fehler… das ist schon mal einiges Wert.

Ich komme gut mit dem aktuellen Plan zurecht, der passt auch prima in die Stunde Training, die ich Freitags zur Verfügung habe und der ist auch richtig anstrengend. Tatsächlich schafft es der Technikteil, dass ich mich prima an die gewünschte Arm-Hand-Kopf-Oberkörperhaltung rantaste und dann einige Bahnen entsprechend ordentlich schwimmen kann. Gut, dass es außer den vorgegebenen Pausen auch manchmal erholsame Pausen gibt. Die helfen mir dabei, die ordentlich geschwommenen Bahnen in die Länge zu ziehen. Ob es dann im Nachhinein tatsächlich so paßt, wird der SchwimmGuru dann nächste Woche feststellen.

Dann nämlich sehe ich ihn wieder und wir arbeiten weiter am Projekt effektiver Schwimmen. Für heute bin ich allerdings erst mal regelrecht durch. Ich freue mich unheimlich auf die warme Dusche, versuche ein paar Dehnungen und merke schon beim Haare waschen, dass ich morgen sicherlich immer noch  ziemlich platt sein werde. Ich muß dringend mit dem Tonangeber über den Umfang des Trainingsplans sprechen… für mich ist der diese Woche, und wahrscheinlich auch nächste Woche, nicht zu schaffen. Ich bin einfach müde und fertig. Daheim hat der Zeugwart das Abendessen schon vorbereitet, weil er einfach der Allerbeste ist. Ich schlafe gleich im Anschluß noch auf der Couch ein.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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