Rumpiensen bringt nichts


Ruhewoche oder nicht, ich bin ganz schön müde. Eigentlich hätte ich mich ja letzte Woche entspannen können, aber was der Tonangeber unter Entspannung versteht und was wahre Entspannung darstellt, das sind einfach zwei unterschiedliche Dinge. Mein Level ist noch etwas anders, als das bei normalen Athleten der Fall ist. Diese Woche steht zusätzlich viel an und ich arbeite viel und schlafe wenig. Ich bin müde.

Wir haben derzeit Konferenz und ich bin von früh, bis spät eingespannt. Meistens mache ich noch früh morgens oder spät abends noch von daheim aus meine eigentliche Arbeit, damit ich tagsüber Zeit habe um mit zahlreichen, von weit her angereisten Kollegen, zusammenzusitzen und Themen zu diskutieren, Probleme zu lösen und sich natürlich besser kennenzulernen. Wenn man schon mal alle beisammen hat, wäre es dämlich, nicht die komplette Zeit auszunutzen.

Der Tonangeber hat Verständnis. Auch wenn sein Arbeitstag gefühlt ausschließlich aus Sport besteht, so weiß er doch, wie es ist, wenn man das Training nur so reinquetschen kann. Er rät dazu Ruhe zu halten und nicht auf Teufel komm raus noch rumzusporteln. Wenn man müde ist, braucht man Erholung. Wenn man keine Zeit für Sport hat, dann bringt es nichts, den Schlaf zu kürzen um spät abends noch für Sport rauszugehen, denn den Schlaf brauche ich auch. So lange Tage schaffen mich. Wahrscheinlich das Alter? Immerhin wechsle ich in diesem Jahr jäh die Altersklasse…

Rumpiensen bringt aber nichts. Während der Rest der Rookie Truppe total fleißig rennt, schwimmt und radelt, sitze ich in unserer Konferenz, wälze Zahlen, prüfe Regularien und diskutiere über Geldflüsse, Vertriebsstrategien und Reisekosten. Richtig böse bin ich darüber nicht, ich hätte einfach nur gerne, das beides geht. Der Tag sollte also einfach mehr Stunden haben, so dass ich vor oder nach der Konferenz noch mal laufen gehen kann. Oder zum schwimmen. Wobei mir nicht ausschließlich mehr Stunden helfen würden, sondern ich auch weniger geschafft sein müsste um die Energie übrig zu haben. Wenn ich es kaum schaffe, den Schwimmrucksack anzuheben, ist es schließlich müßig darüber nachzudenken, ob ich eine Stunde schwimmen sollte. Da gehe ich wahrscheinlich eher unter!

Morgen ist ein Lichtblick in Sicht. Ich setze alles dran, dass ich mit dem Charmeur eine kleine Runde joggen gehe. Wir werden bestimmt langsam unterwegs sein und morgen soll es auch regnen, aber es kommt einfach darauf an, dass ich ein bisschen Bewegung habe. Auch für meine Narben und die Lunge ist die regelmäßige Bewegung angenehm, ich plane das also ein. Ganz locker, trotz Müdigkeit.

 

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!