Wandern. Ohne Zweifel.


Einen freien Tag muß man einfach bestmöglich nutzen. Irgendwie war das schon immer so. Heute hat die Chefin mir für den freien Tag etwas Abwechslung in den Trainingsplan geschrieben. Heute wird stramm gewandert. Erfreulicherweise haben wir mit dem Wochenendhaus der Provinzlerin einen absolut wandertauglichen Startpunkt und so verabreden wir uns genau passend. Natürlich, wie das beim Wandern eben üblich ist, mit entsprechender Kleidung und voller Elan.

Wir wollen durch den Vogelsberg spazieren. Die Chefin notierte strammer Schritt und außerdem auch drei Stunden. Das sollte hier absolut kein Problem sein, immerhin bietet der Vogelsberg ein riesiges Waldgebiet und wir haben mit der Provinzlerin ja auch eine Ortskundige dabei. Da tatsächlich praktisch jeder Baum gleich aussieht, kommt uns das sehr gelegen. Ich bin schon nach wenigen Metern voll im Urlaubsmodus und kenne mich nicht mehr aus.

So kann man einen freien Tag mit etwas Tapetenwechsel zum perfekten Urlaubstag ausweiten… einfacher geht’s ja kaum. Wenn ich jetzt daheim wäre, würde ich sicherlich auch laufen gehen, aber natürlich kürzer und im Anschluß würde sich ganz bestimmt auch etwas Hausarbeit finden, die man abarbeiten könnte. Hier dagegen ist die Strecke so ausschweifend, dass sich diese lange Wanderung geradezu aufdrängt. Wir laufen hoch und runter, über Lichtungen und durch dichten Wald und haben eine großartige Zeit.

Wandern ist eigentlich nicht so unsers, aber vielleicht kommt es auch einfach auf die richtige Gesellschaft an? Für mich ist wandern immer irgendwie rumspazieren, es klingt nur anders, aber auf dieser Wanderung erfahre ich nun endlich, wie wandern definiert ist, und dass der Zeugwart und ich bereits viel öfter wandern waren in unserem Leben, als spazieren. So sieht’s nämlich aus. Man muß sich einfach mal mit Experten zusammensetzen.

Wir machen Picknick mit leckerem Kuchen und wunderbarem Ausblick bis nach Frankfurt und wandern im Anschluß frisch gestärkt zurück zum Ausgangspunkt. Wie immer kommt mir der Rückweg viel viel kürzer vor, als der Hinweg. Außerdem finde ich es total super angenehm durch den Wald zu spazieren. Den Abend lassen wir noch ganz wanderstilgerecht mit einer Vesperplatte ausklingen und fahren dann mit frischer Luft und vollen Akkus für die kurze Woche zurück nach Hause.

Bei der Provinzlerin ist es eben immer, wie in einem Kurzurlaub. Ganz wunderbar.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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