Samstag vor dem Rennen


Wir fahren heute schon früh los in den Kraichgau. Der Veranstalter hat für den Samstag ein umfangreiches Programm aufgestellt und zusätzlich muß ich mir ja noch Andenken kaufen, meine Startunterlagen abholen und dann später auch mein Fahrrad einchecken. Es ist schon spannend bei so einer Ironman Veranstaltung mitzumachen. Ironman ist überall und weil auch der liebe Gott unbedingt mitmachen möchte, schickt er Regen. Zwar atmet er ab und an durch, aber die meiste Zeit schüttet es wie aus Eimern an diesem Vorwettkampf Samstag. Die Expo ist auf einer Wiese und so wird es hier schnell zur Schlammschlacht. Der Regen treibt mich und viele andere Athleten und Anfeuerer ins Merchandisezelt. Hier kann man T-Shirts kaufen auf denen alle Starter aufgelistet sind. Und ich finde meinen Namen im Punkt vom M-Dot. Wow… ich bin echt stolz – und natürlich nach wie vor nervös. Natürlich kaufe ich mir so ein T-Shirt. Geht ja gar nicht anders!

Meine Startunterlagen bekomme ich zusammen mit einem quietschgrünen Rucksack. Der ist ziemlich angenehm zu tragen und wird wahrscheinlich mein zur Arbeit Radfahrrucksack werden. Auf der Messe füllt er sich schnell mit Proben und Einkäufen, so dass er sich gleich mal nützlich machen kann.

Ironman

Morgen hoffentlich auf der anderen Seite

 Natürlich schauen wir uns noch das Ziel der Träume an und der Zeugwart fotografiert mich von der anderen Seite des Zauns. Morgen gibt es dann hoffentlich eine Aufnahme auf dem Ironman Teppich. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wir hören ein bisschen dem Profitalk zu, informieren uns über Doping, stöbern und marschieren dann zurück zum Auto um in unserem Hotel in Östringen meine Wettkampftaschen zu packen. Vorher suchen wir in den kleinen Ortschaften noch etwas zum Mittagessen und werden am Ende in einem Tennisclub fündig. Ich dachte schon, dass wir vielleicht verhungern müssen, ist aber dann glücklicherweise nicht so. Dann geht’s aber zur weiteren Vorbereitung ins Hotel.

Alles, was die BMW Triathlontasche mit in den Kraichgau gebracht hat muß jetzt auf die entsprechenden Beutel vom Veranstalter verteilt werden. Rot bekommt alles zum laufen und blau bekommt alles zum Radfahren reingepackt. Steht auch noch mal extra drauf. Trotzdem schaffen es Mitathleten es falsch zu machen… natürlich. Profis gibt es immer. Ich kontrolliere zweimal, der Zeugwart kontrolliert und dann sind wir sicher, dass alles da ist, wo es hingehört und ich packe alles in die Beutel. Wir fahren zum See. Geparkt wird auf einem großen Feld, es ist auch wirklich mehr als ausreichend Parkplatz vorhanden. Echt top. kein langes Suchen nötig, wir parken und bauen mein Rad zusammen. Dabei entdeckt der Zeugwart doch glatt einen Angelhaken in meiner Felge. Also das ist doch ein Ding. Was macht der denn da und vor allem, wie ist er dort hingekommen?

Felge

Und wieso habe ich den gestern bei der finalen Radkontrolle, die ich aufgetragen bekam, nicht gesehen? Unfassbar. Ich hab’s echt nicht drauf. Natürlich muß ich dem Zeugwart jetzt auch erklären, wer da nach mir geangelt hat und warum. Also das kann ja heiter werden. Glücklicherweise können wir den Angelhaken samt Schnur entfernen und weder Felge noch Reifen haben sichtbare Spuren davon getragen.

Wir marschieren mit Beuteln in meiner Tasche und dem Fahrrad zum See.

70.3 Kraichgau

kurze Schlange zum Check in

Hier stelle ich mich in die Schlange der anderen Athleten und warte, bis die Kampfrichter uns verbitten. Es geht wirklich extrem schnell mit dem einchecken. Erfreulicherweise darf ich bei einem befreundeten Kampfrichter einchecken und dann bin ich auch schon zack mitten in der Wechselzone. Ich parke mein Fahrrad in Reihe eins.

Transition 1

Platz gefunden!

Und dann hänge ich noch meine Beutel auf. Der rote Beutel wird auch hier aufgehängt und dann von einem Helfer in die zweite Wechselzone gebracht. Fullservice quasi. Ich bin begeistert. Ich betrachte mir noch ein bisschen die Wege, die es morgen zu bewältigen gilt und dann geht es zurück zum Veranstaltungsgelände nach Bad Schönborn. Hier lausche ich heute noch der Wettkampfbesprechung

Race briefing

Wettkampfbesprechung

mit allen wichtigen Informationen und dann geht’s ab ins Bett. Ich bin wirklich ziemlich müde und natürlich wegen morgen immer noch aufgeregt.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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