Ausgestreckte Schwimmfühler


Für uns gibt es heute das letzte Mal in diesem Jahr die Möglichkeit zur Teilnahme an der Swimnight. Wir haben die Saison dieses Jahr wirklich sehr gut ausgenutzt und praktisch jede Möglichkeit zum Freiwasserschwimmen wahr genommen. Unglaublich, dass die Swimnights jetzt schon vorbei sind. Die Zeit rast, dabei war gefühlt zwar schon mal etwas Sommer, aber so dauerhaft heiß, war es doch noch nicht. Oder? vielleicht sind meine Ansprüche auch zu hoch oder mein Erinnerungsvermögen ist zu schlecht. Beides ist auch immer eine Option.

Heute ist es warm, aber windig, und als wir zum Strand spazieren, liegt der Schwimmer da schon auf seinem Handtuch rum, und sonnt sich. Seine Ehefrau ist heute auf einem Termin, und er hat einfach keine Zeit gefunden ebenfalls teilzunehmen, sondern musste mit dem Rädchen zum See fahren und mit uns eine Runde schwimmen. So setzt man Prioritäten und wir finden das Spitze. Jetzt kann ich ihn gleich auf mein anstehendes Winterprojekt „schneller schwimmen“ ansprechen. Derzeit bin ich in der Vorabplanung für einen wässrigen Winter und weil der Schwimmer selbst jahrelang Schwimmtraining erlebt und selbst gegeben hat, ist es nur legitim ihn ebenfalls drauf anzusprechen.

Entdecke die Möglichkeiten

Meine Schwimmfühler sind bereits in alle möglichen Richtungen ausgestreckt. Ich habe ja nicht umsonst große Pläne, sondern, möchte sie natürlich auch mit Leben füllen. Nur Träumen ist unvollständig. Ich orientiere mich also derzeit etwas und entdecke die Möglichkeiten. Möchte ich in eine Schwimmschule gehen? Der Zeugwart hat kraulen bei Natare gelernt und war sehr zufrieden und Patrick Lange schwimmt bei Vito . Ich habe recht große Ziele, also frage ich Vito auch gleich mal, ob er da wohl noch Kapazitäten frei hätte. Baff bin ich, als sofort eine Antwort kommt. Das kann wirklich ein spannender Winter werden.

Wir verquatschen uns am See ganz schön, so dass wir dann doch ganz spontan beschleunigen müssen, um unsere Neoprenanzüge anzuziehen und sie zu fluten, ehe es losgeht. Die Herren schwimmen alle zeitig weg. Anscheinend denken sie, dass sie vor der Masse an der Boje sein müssen? Ich stehe lieber noch ein bisschen rum. Alle, die jetzt ins Wasser gehen, sehen ziemlich flott aus und da will ich nicht als Treibholz mitten drin rumdümpeln. Wie bei einem Rolling Start, warte ich also ein bisschen ab und schwimme dann los. Heute versuche ich gleich von Anfang an auf die Wasserlage zu achten, ziehe richtig durch und … da ist auch schon der erste vermeintliche schnelle Schwimmer, direkt vor mir.

Und da ist der nächste. Und da wieder einer. Was ist denn da los? Ich habe noch nicht mal die erste Boje erreicht und schwimme schon krass auf die Herrschaften auf? Kurzfristig überlege ich mir, dass ich vielleicht doch keinen Schwimmtrainer brauche. Aber dann weiß ich natürlich, dass die Männer, auf die es ankommt, schneller schwimmen können. Und sich mit den Langsamen zu messen ist zwar kurzfristig ganz cool, aber langfristig gesehen doof. Man sollte sich immer Bessere suchen, damit man auch selbst besser wird.

Ich schwimme heute wirklich flott, komme super mit dem Wind und den Wellen klar und bin kaum geschafft, als ich am Strand ankomme. Es könnte theoretisch sein, dass das mit zunehmender Kondition zusammenhängt, die ich mit dem Lauftraining aufbaue, oder aber, ich habe den Wind einfach gut ausgenutzt. Beides wäre cool, wobei das andere mit Training zu tun hat und das andere mit Können.

Was mir da lieber ist, weiß ich nicht. Ist aber auch egal, weil alle, die aus dem Wasser raus kommen, entweder super cool sind und gar nichts sagen, oder sich über die vielen Wellen und den schlimmen Wind beklagen. Und mir hat der gar nichts ausgemacht. Echt cool.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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