Eiskalter Windstopper 2


Als wir heute früh die Augen aufschlagen, kitzelt uns eine strahlende Wintersonne an der Nase. Es ist wirklich unheimlich hell draußen und für den angekündigten kalten, Nieselregen reichen Novembertag, ist das doch sehr unerwartet. Wir beschließen daher noch in der Waagerechten, dass wir heute mit den Crossern mal im Wald ein bisschen rumfahren möchten. Nicht bedacht habe ich bei dieser Überlegung, dass es die letzte Woche eigentlich kontinuierlich geregnet hat, was den Waldboden zwar durchaus crossertauglich hergerichtet haben dürfte, aber natürlich damit auch rutschiger gemacht hat.

Egal. Wir frühstücken, bereiten das Frühstück für die nächste Woche vor und dann ziehen wir uns auch recht zügig an. Dabei suche ich eine Unterhelmmütze, die ich im letzten Jahr gekauft habe, die aber offenbar doch etwas mehr Angst vor der Kälte draußen hat, als ich dachte. Da, wo die Mützen in der Zeugwartschen Wohnung abgelegt sind, ist sie nicht, und mehr Zeit danach zu suchen, habe ich jetzt auch nicht. Also nur noch Winterradschuhe  und Überschuhe anlegen, Jacke, Buff und die altbewährte Mütze, sowie die bei der Neumützensuchaktion in die Hände gefallenen, Winterhandschuhe schnappen… und schon geht’s los.

Ich hatte schon wieder vergessen, dass ich Winterradhandschuhe habe. Die haben sogar einen Windstopper, steht drauf und beim reinschlüpfen merke ich auch gleich, wie angenehm warm sie sind. Wir haben hier 3,5°C, da wären mir meine üblichen langen Handschuhe einfach zu kalt. Und wenn man den Lenker vor Kälte nicht festhalten kann, dann ist das mit dem radeln auch irgendwie blöd.

Wir fahren heute einfach mal los, durch den Wald, der uns erfreulicherweise eine recht angenehme Temperatur beschert. Fahren wir in größeren Schneisen, wird es sofort spürbar kälter und auf den Felder pfeift es ordentlich. Natürlich ausschließlich von vorne, sonst würden die Windstopper Membranen in Schuhen, Hosen und Handschuhen sowie unseren Jacken ja überhaupt gar keinen Sinn machen. Hat der Zeugwart garantiert alles so bestellt. Damit sich diese ganzen  Ausstattungen auch mal wieder so richtig lohnen. Sonst wettere ich nämlich beim nächsten Einkauf garantiert wieder, dass wir das nicht brauchen.

Aber heute, brauchen wir die Ausstattung. Ich freue mich richtig über die warmen Hände und dass ich keine kalten Füße habe, finde ich ebenfalls grandios. Wir fahren durch tiefen Matsch, hohe Blätterberge und über Schotter, es ist wirklich weit entfernt von warm und trotzdem genieße ich die klare Luft und freue mich über die Idee, dass wir doch mal wieder auf dem Rad sitzen und draußen fahren. Stand immerhin auch auf meinem Tricamp Rookie Trainingsplan und wir haben die Vorgabe praktisch ganz genau erfüllt.

Eigentlich wollte ich heute Plätzchen backen. Aber dazu wird es ganz sicher nicht kommen, denn ich bin so müde, als wir heimkommen, dass ich garantiert nicht allzu oft von der Couch aufstehen werde.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Eiskalter Windstopper

  • Helge Orlt

    LIebe Claudi,
    ich dachte gestern auch, das es doch gut ist, das man all die Ausrüstung hat und das die ja auch genutzt werden will 🙂
    Da können Wind und Wetter uns ja egal sein.
    Ach was bin ich froh das es all dieses Thermo-Windstopper-Wasserdicht-Zeugs gibt 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Hallo Helge,
      ich habe ja wirklich lange dagegen gewettert, dass man das alles nicht braucht… aber erfreulicherweise darf man seine Meinung auch ändern. 🙂
      Viele Grüße
      Claudi