Regen von oben, Pfützen von unten


Heute regnet es auch nur einmal und zwar von früh, bis spät. Es ist wirklich kaum zu glauben, wie viel Wasser der Himmel bereit hält und heute auf uns niederkippt. Manchmal regnet es so stark, dass man wirklich von einem Guss reden kann. Es prasselt auf die Erde herab und leider muß man zugeben, dass die Natur das gerade nicht wirklich braucht. Zumindest bei uns, kann diese Wassermassen kaum mehr etwas aufnehmen, alle Felder sind geflutet udn auch im Wald gibt’s Flüsse wo sonst Rinnsale langplätschern. Derzeit ist es einfach etwas viel Wasser auf einmal.

Für heute habe ich mir einen weiteren Lauf vorgenommen. Ich bin gespannt ob die schmerzfreie „lange“ Lauf Strähne fortzuführen ist. Immerhin bin ich Montag ja schon mal eine Stunde unterwegs gewesen und es bleibt abzuwarten, ob mein Athletenkörper das heute noch mal hinbekommt. Ich plane den gleichen Trick, der mir auch am Montag schon zu Erfolg verholfen hat. Immer 2km rennen und 200m gehen. Wenn ich mir das vorher zurechtlege, dann klappt es viel besser, als zu rennen, bis ich nicht mehr kann und dann relativ dumm aus der Wäsche zu schauen, weil ich irgendwo bin und dann noch recht weit heim gehen muß. Im strömenden Regen ist das sowieso kein Spaß.

Heute darf meine Regenjacke endlich mal wieder aus. Erfreulicherweise paßt sie wie angegossen und weil es mit 6°C etwas frisch ist, ziehe ich eine Kappe auf und die Kaputze gleich drüber. Bringt ja eh nicht, denn ohne Kaputze sind die Haare gleich klatschnass und ohne Kappe regnet es mir kräftig ins Gesicht. Sieht bestimmt nicht so prima aus, ist aber egal, weil es darauf heute nicht ankommt und es hoffentlich funktional genug ist, dass ich sehend und weitesgehend trocken durch den Regen komme. Meine Mittagspause laufend zu verbringen ist wirklich gigantisch. So bekommt man ordentliche frische Luft, heute sogar frisch gewaschen, und kann mal alle Gedankengänge richtig durchpusten. Ich muß heute über eine Frage nachdenken, die so banal ist, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass ich sie wirklich gestellt bekommen habe.

Aber so sind die Menschen. Manchmal wird einfach gefragt, ohne Sinn und Verstand und vor allem, ohne vorher selbst auch nur eine Millisekunde nachzudenken. Ich packe mich also Regen- und Sturmgerecht ein und nachdem ich auf der Strasse meine Uhr gestartet habe, ist das GPS Signal auch schon bereit, die Uhr klatschnass und die erste Pfütze in Sicht. Soweit muß ich dafür auch gar nicht schauen. Mein Weg heute ist voller Pfützen. Manche sind so groß und tief, dass ich mir unsicher bin, ob mir hier bei Trockenheit schon jemals aufgefallen ist, dass es so runter geht oder so uneben ist. Ich laufe die ersten 2km und freue mich, dass ich mich tatsächlich einfach  umgezogen habe um laufen zu gehen. Bei dem Wetter hätte man wirklich auch einfach am Schreibtisch sitzen bleiben können um zu arbeiten.

Sogar der Trainer hätte den zusätzlichen Ruhetag bestimmt verstanden. Wobei der Trainer derzeit sowieso erstaundlich ruhig ist. Zu meinem Lauf vom Montag hat er sich auch noch gar nicht geäußert. Ich muß ihn noch mal daran erinnern, dass ich Zuspruch brauche. Egal, die 200m Gehpause ist flott rum und weiter geht’s mit den nächsten 2km. An der T-Kreuzung, die mich üblicherweise nach links führt, laufe ich heute einfach mal nach rechts. Ich weiß nämlich, dass der Weg links eine Schlammwüste sein wird, bei dem vielen Regen. Was mich rechts erwartet, weiß ich nicht. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, wo ich lande, wenn ich hier lang laufe. Aber da um mich rum freies Feld ist, laufe ich einfach mal auf Sicht. Wird schon passen. Regnen tut es heute eh überall, da ist also keine Gefahr im Anzug.

Lauftraining

Die Schleife rechts rum ist asphaltiert, und gespickt mit zahlreichen Pfützen. Außerdem bietet sie allerlei weitere Abzweige, die weiter durch die Natur führen. Das muß ich mir merken, falls ich meine Laufrunde in diese Richtung weiter vergrößern möchte. All zu eintönig soll so ein Trainingslauf ja schließlich auch nicht sein, also immer die gleiche Runde drehen ist auf Dauer ja ziemlich langweilig. Ich freue mich schon, wenn es abends wieder länger hell ist und ich dann auch mal wieder daheim die ein oder andere Runde drehen kann. Im Naturschutzgebiet oder am Main zum Beispiel. Bis dahin begnüge ich mich aber mit dem Feld, keine Frage.

Auf meinem Weg heute begegnet mir keiner. Im Gegensatz zum Montag, wo ich auch dem Grüßen nicht mehr rausgekommen bin, ist es heute regelrecht einsam. Einsam und nass. Ich bin erneut über 8km unterwegs und überlege mir, ob mein Ziel die übliche Arbeitsrunde im Feld zu rennen damit wohl erreicht ist. Obwohl ich die 200m Gehpausen mache. Ich schäle mich aus der triefend nassen Regenjacke und der ebenfalls klatschnassen Laufhose und bin froh, dass sich ddieRegenjacke mal wieder voll ausgezahlt hat. Da hatten meine Eltern ein glückliches Schenkerhändchen, als sie mir die mal zu Weihnachten geschenkt haben. Die warme Dusche ist heute wunderbar. Und wieder komplett trocken, zurück am Schreibtisch, klappt’s auch mit meinen weiteren Aufgaben heute. Dem Regen sei Dank.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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