Eisgekühltes radeln


Kaum ist so ein Urlaub vorbei, geht’s auch schon wieder mit dem üblichen Training los. Der Trainer kennt da keine langsame Wiedereingewöhnung, ähnlich wie auf der Arbeit wird auch bei ihm sofort wieder von 0 auf 100 durchgestartet. Wobei ich im Urlaub definitiv mehr sportlich war, als zu arbeiten. Der Trainer muß also nicht von 0 auf 100… da habe ich einen kleinen Vorsprung. Aber natürlich wirklich nur einen kleinen.

Heute hat der Trainer wieder meinen Arbeitsweg auf den Plan geschrieben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie der Trainer das so macht, aber vielleicht sind Männer anders, oder sein Arbeitsweg? Er fährt nämlich auch mit dem Rad zur Arbeit. Sagt er. Und dann fährt er womöglich auch wieder mit dem Rad heim. So wird es tatsächlich sein. Ich kenn ihn doch!

Ich ziehe mich heute früh also für 6°C an. Das bedeutet auf jeden Fall ein Unterhemd, ein Wintertrikot, eine Windweste, eine lange Radhose, ein Buff, Winterhandschuhe und Überschuhe. Ich bin mir nicht sicher, ob das ausreichen wird, aber gut… so ist es nun entschieden. Auf dem Rad ist es dann tatsächlich ziemlich frisch und ich habe nicht das Gefühl, als würde ich gut voran kommen.

Claudi gives it a TRI - kalte Ohren

Natürlich schaffe ich es trotzdem nach Frankfurt. Obwohl mir heute massig Gesellschaft fehlt. Wahrscheinlich bleiben viele Radfahrer, die sonst im Sommer bei schönem Wetter unterwegs waren, heute eher daheim? Oder fahren kein Rad? Oder fahren später los? Wenn man es sich einrichten kann… warum nicht. Ich bin also weitestgehend die einzige Radfahrerin auf dem Weg am Main.

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Vielleicht haben einige Arbeitsradler auch einfach nicht die passende Ausstattung für eine Radausfahrt bei 7°C? Meinen Füßen wird es langsam frisch und das trotz Wintersocken, Radschuhen und Überschuhen. Blöd, dass ich noch 20km vor mir habe. Es ist aber nicht zu ändern… beim nächsten Arbeitsweg auf dem Rad muß ich die Winterradschuhe einplanen. Da wird kein Weg drumrum führen.

Claudi gives it a TRI - ziemlich kalt

Oben rum paßt es von der Temperatur aber. Immerhin… etwas richtig gemacht. Ich bin für die 40km heute 1:25Std. unterwegs. Das ist flotter als ich gedacht habe. Das wird den Trainer freuen.

Für den Heimweg habe ich mir gestern bereits ein Outfit ins Büro mitgenommen. Für das Winterradzeug wird es um 17h glücklicherweise noch zu warm sein. Heute sind immerhin 19°C angesagt. Die gilt es natürlich auszunutzen. In Dreiviertelhose, kurzem Radtrikot und mit Sommerhandschuhen sowie natürlich überschuhfrei, geht es auf den Heimweg. Das Wetter ist toll… die Sonne scheint was der Planet hergibt und dass ich heftigen Gegenwind habe, fällt mir, solange ich in der Stadt bin, gar nicht wirklich auf. Als ich an den Fluß komme, fahre ich förmlich gegen eine Wand. Eine Wand aus Wind. Warum hat dieser Fluß immer Gegenwind? Und warum fahren mir ganz viele Radfahrer pfeifend entgegen, wohingegen ich -mal wieder gefühlt als Einzige- in diese Richtung unterwegs bin? Das ist doch unfair!

Ich schaffe es heute nicht bis nach Hause. Nach 20km rufe ich den Zeugwart an und frage, ob er mich wohl 10km vor daheim einsammeln könnte. Mittlerweile ist es auch richtig abgekühlt… meine Hände sind aus Eis und, obwohl ich mittlerweile Armlinge angezogen habe, ist mir kalt. Mein Heimweg verkürzt sich deshalb also auf nur 30km… was dem Trainer sicherlich nicht recht, was aber auf Grund des Temperatursturzes nun wirklich nicht zu ändern ist. Ich muß mich anders kleiden. Allerdings habe ich derzeit noch keine Idee, wie die Kleiderfrage zu lösen ist.

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Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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