Gestern kommt der Zeugwart mit der Idee, dass wir heute ja ins Kino gehen können und reserviert auch gleich  Karten. Wir wollen uns Wechselzeiten ansehen. Der läuft in Frankfurt im Westend und wir sollen heute dann 15Minuten vor der Vorstellung da sein um die Karten abzuholen. Das klingt gemütlich. 
Ich bin gespannt auf den Film. Was kann man über Triathlon schon groß im Kino zeigen? Es geht um ein Rookieprojekt beim Hamburg Triathlon das es wohl jedes Jahr gibt. Für den Film wurden hauptsächlich 4 Teilnehmerinnen rausgepickt, jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte, die wir ziemlich genau kennenlernen. 
Adolé, Cecilia, Kristina und Sarah haben jede einen Traum und den kann ich ganz genau nachempfinden. Sie wollen bei einem Triathlon ins Ziel laufen. Dafür melden sie sich beim Hamburg Triathlon Rookie Projekt an, das in 12 Wochen auf die Teilnahme vorbereitet. 
Der Film bringt jede Emotion, die ich selbst schon mal hatte, hervorragend rüber. Ich weiß gar nicht, wie man das in so einem Film macht, aber hier hat es prima geklappt. Wir Kinozuschauer wissen ganz genau was jeder dieser Roockies durchlebt. Wir kennen den Zauber, können die Anstrengung nachvollziehen, wissen um die Ängste und kennen den Muskelkater. Wir sind selbst alle Triathleten. 
Natürlich hat jeder von uns auch seine eigene Geschichte und keine ist mit der, der vier Hauptdarstellerinnen vergleichbar. Aber das ist auch nicht wichtig. Geschichte ist Geschichte. Und wenn es danach geht, bin ich froh, dass es mir nicht wie Sarah geht und ich ihre Erfahrungen nicht machen mußte. Sie hat meiner Meinung nach die krasseste Geschichte im Film und damit irgendwie auch den größten Erfolg. Als sie aus dem Wasser kommt muß ich sofort losheulen… und als sie dann auch noch durch das Ziel läuft ist es wirklich vorbei. 
Ich würde Wechselzeiten jederzeit noch mal ansehen, brauche dann aber eine neue Packung Taschentücher. Das war mal wieder ein Film der sich aus vollem Herzen gelohnt hat. Danke Guido Weihermüller! Gut gemacht.