Sportliche Weihnachten 2


Weihnachten verliert den Zauber, wenn man älter wird. Zumindest geht mir das so. Die Vorweihnachtszeit auf der Arbeit ist anstrengend, weil jedem auffällt, dass etwas noch schnell vor Weihnachten gemacht werden muß, oder dass man sich privat ja dringend noch mal vor Weihnachten oder zumindest noch in diesem Jahr treffen muß. Oder dass ein gemeinsamer Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ganz sicher drin sein sollte in diesem Jahr. Und wo man an den Feiertagen ist und welche Party man an Silvester besucht… das alles kriegt man als Kind nicht mit.

Kindheitserinnerungen

Mein Weihnachtsfest als Kind lief immer gleich ab. Meine Eltern hatten mit der Verwandtschaft eine verlässliche Routine, an der es nur wenig zu rütteln gab. Der Heilig Abend wurde entweder zu Hause oder bei den Großeltern mütterlicherseits verbracht. Wenn zu Hause, dann waren Oma und Opa aber mit am Start. Es gab Würstchen mit Kartoffelsalat und ich habe das während meiner Kindheit auch genau so erwartet. Wenn woanders groß gekocht wurde, war ich froh über das bodenständige Essen, was meiner Mutter und meiner Oma genug Zeit bot, mit mir meine Weihnachtsgeschenke zu bespielen.

Damals

Der erste Weihnachtsfeiertag wurde immer mit den anderen Großeltern, also väterlicherseits, gefeiert. Meistens war das Essen hier viel aufwendiger. Ich glaube, weil meine Mama die Zeit in der Küche genossen hat und so nicht unbedingt viel mit ihren Schwiegereltern plaudern musste. Am ersten Feiertag wurde auch immer musiziert und gesungen, laut und mit allen verfügbaren Strophen. Dabei war „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“, das Lieblingslied meiner Oma, das weiß ich noch. Am zweiten Feiertag waren wir immer bei den Pateneltern meiner Mama. Meistens lag im Taunus Schnee, oder es war zumindest kälter, als in der Stadt. Und immer gab es Fondue. Die Cornichons fand ich dabei immer am Besten. Und natürlich die Plätzchen. Die Patentante meiner Mama war eine begnadete Plätzchen- Bäckerin.

Und heute…

Mittlerweile sind viele verstorben, mit denen ich in meiner Kindheit Weihnachten gefeiert habe. Und mein Puppenhaus, was in der Winterzeit mein Hauptspielgerät war und stetig mitgewachsen ist, weil das eben eine elektronikfreie Kindheit war, wechselt heute Abend den Besitzer. Mein kleines Patenkind wird es heute Abend vom Christkind bekommen. Sie ist schon sehr gespannt auf den Heiligen Abend, aber natürlich ahnt sie nichts vom Puppenhaus… oder was es mir bedeutet hat, in meiner Kindheit. Sie wird ihren Weg als Puppenhausbesitzerin sicherlich auf eine andere Art machen, als ich es getan habe. Ich hoffe aber, dass sie Weihnachten und das Puppenhaus in ebenso guter Erinnerung behalten kann, wenn sie älter wird.

Trotzdem sportlich

Ehe es bei uns in die abendlichen Feierlichkeiten geht, machen der Zeugwart und ich noch mal Sport. Das Wetter ist typisch weihnachtlich, es regnet als der Wecker heute früh klingelt und wir haben fast 8°C als ich loslaufe. Das ist wirklich zu warm für eine Mütze. Und das an Heilig Abend. Ich laufe heute wieder mit Gehen im Wechsel, genau wie es der Aktive vorgeschlagen bzw. empfohlen hat.

Insgesamt schaffe ich so heute 7km und bin danach erst mal platt. Gut, dass bis zur Heiligen Nacht noch eine Coucheinheit eingeschoben werden kann, sonst würde ich das heute nicht durchhalten. Und das nach 7km… wenn es nicht so schön wäre, dass ich überhaupt laufen gehen kann, wäre ich deprimiert, weil ich nach nur 7km so fertig bin.

Frohes Fest!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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