Die Wundertüte 3


Der 20. September war der Bewerbungsschluß für das Tricamp Rookie Projekt für das ich mich beworben habe. Bis zum 20. September ging die Bewerbungsphase und dann muß das Trainerteam ja auch noch lesen, bewerten und zu guter letzt natürlich auch aussuchen. Was für Kriterien sie wohl beim auswählen haben? Ich habe mir auf der Sonnenliege viele Gedanken dazu gemacht.

Wenn ich auswählen müsste, würde ich mir Kandidaten aussuchen, bei denen die Zielerreichung wahrscheinlich ist. Ich würde Menschen aussuchen, die bereits in ihrer Bewerbung voller Leidenschaft für den Sport sind und die in ihrer Vorgeschichte einen Hinweis darauf geben, dass sie ein Ziel erreichen können und wollen. Für mich wäre wichtig, dass der Bewerber verlässlich ist, dass ich als Trainer darauf zählen kann, dass er ehrlich ist und mir immer ein passendes Feedback zukommen läßt.

Heikel

Wenn sich jemand, der bisher vom Triathlon nichts gehört hat mit dem Ziel auf einen Ironman im kommenden Jahr bewirbt, wäre mir das als Trainer zu heikel. So ein Projekt sollte ja möglichst erfolgreich beendet werden, und deshalb wäre so ein Bewerber für mich eher nichts. Auch meine Bewerbung würde ich als Trainer eher zum „heikel“ Stapel legen. Klar, kann ich Ziele erreichen, wenn ich mir welche vornehme und ich bin auch gut im Feedback geben. Ich bin ehrlich, wenn ich etwas nicht kann oder etwas nicht geklappt hat und ich kann wunderbar mitteilen woran es gelegen hat. Meistens kann ich schon selbst herausfinden warum etwas nicht funktioniert. Ich kann auch gut mit Anweisungen umgehen und es ist für mich in Ordnung, dass ich nicht immer alles, was ein Trainer sagt sofort nachvollziehen kann.

Wundertüte

Ich verlasse mich auf meinen Trainer. Immerhin habe ich ihn ja zur Trainingssteuerung ausgesucht und es ist sein Beruf mich da entsprechend zu unterstützen. Wenn ich da alles hinterfrage, könnte es schwierig werden. Für beide Seiten. Trotzdem wäre ich mir als Kandidatin im Projekt wahrscheinlich zu heikel. Ich habe noch immer Probleme nach dem Unfall. Ich bin nicht 100% belastbar und ich verbringe immer noch Zeit in der Reha und bei der Physiotherapie. Ich bin quasi eine Wundertüte.

Ausgewählt

Den Tricampern hingegen, scheint das egal oder es ist gerade der Anreiz gewesen, mich auszuwählen? Ich bin nämlich dabei! Die Wundertüte hat es geschafft! Und ich freue mich wie Bolle oder wie der berühmte Keks, bei dem keiner weiß, wie sich Kekse eigentlich so freuen. Ich bin ein Tricamp Rookie und ab 1. November geht es los. Ich bin schon total gespannt. Wer wird wohl mein Trainer? Wie wird das Training aussehen? Was machen wir? Wer sind die Anderen? Was für Ziele haben sie? Wir sind bestimmt eine richtig tolle Truppe!

Mein Ziel ist die Olympische Distanz in 2018. Nicht nur die Teilnahme, sondern auch ein Zieleinlauf. Aus heutiger Sicht ein richtig großes Ziel, vor allem im Bereich des Laufens. Schwimmen ist kein Problem, ich würde sogar sagen, das Schwimmen ist ein Klacks. Vielleicht nicht, dass andere dabei mitschwimmen, aber die Distanz an sich. Die ist gar kein Problem. Radeln ist ebenfalls kein Thema. Auch hier könnten die Mitstreiter ein Problem sein, aber 40km sind es nicht. Ich fahre mittlerweile wieder gut und sicher Fahrrad. Manchmal, wenn es eng wird, fahre ich langsam oder muß sogar kurz anhalten und durch schnaufen, aber das passiert immer seltener.

Aber das Laufen… das wird was. Ich bin hier in Mexiko kein bisschen gejoggt, einfach, weil ich dachte, dass die Hüfte auch mal Ruhe braucht und dass ich ausschließlich mit den Übungen vielleicht einfach mal einen Schwerpunkt setze. Aber daheim werde ich wieder loslegen. Trotzdem sind 10km, die es bei einer Olympischen Distanz zu bewältigen gilt, eine lange Strecke. Eine Strecke, die es nicht zu unterschätzen gilt.

Erfreulicherweise bin ich aber ganz gut darin, mich von sowas nicht unterkriegen zu lassen und zusätzlich denke ich mir, wenn die Tricamp Trainer mir das Projekt zutrauen, dann wird das klappen. Die sind erfahren, bei Tricamp. Eine Wundertüte hat ja meistens gute Überraschungen parat. So plane ich das jetzt für mich einfach auch. Ich freue mich also bereits jetzt auf den 1. November und auf den Start vom Tricamp Rookie Projekt. Und natürlich freue ich mich auch schon auf meinen Zieleinlauf bei der Olympischen Distanz im nächsten Jahr.

Das ist doch einfach großartig!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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