Ich langsam, er schnell


Der Wetterbericht hat uns ja bereits am vergangenen Feiertag gefoppt und Regen angesagt, obwohl es den ganzen Tag schön war, trotzdem wollen wir heute auf Nummer Sicher gehen und früh radeln, denn ab 13h ist Gewitter bzw. sogar Unwetter mit viel Tamtam angesagt. Und bei Unwetter draußen zu sein ist nicht so super, und schon gar nicht auf dem Rad. Wir legen unsere neuen Teamklamotten an und ich bin begeistert, dass mein Garmin noch immer genügend Akkuladung hat. Schon interessant, wie lange der Akku hält.

Wir fahren heute Rennrad und der Zeugwart passt meine Sitzhöhe noch mal an. Dann machen wir eine kurze Fotosession, damit die Vereinskollegen auch sehen, wie schick wir unterwegs sind, und dann geht’s auch schon los. Ich fahre ohne große Anstrengung und demnach auch ohne nennenswerte Geschwindigkeit. Ich glaube, der Zeugwart kommt noch nicht mal in den sportlichen Bereich seiner Pulsanzeige, aber das ist leider so, wenn man gut trainiert ist und mit einem blockierten Athleten fährt. Während ich also knapp unter der Kurzatmigkeit durch die Welt radle und das gute Wetter genieße, überlege ich mir, wie ich das wohl so in Zukunft mache, wenn der Termin im Lungenhochdruck Spezialzentrum vorüber und ich eine Diagnose inklusive Verhaltensvorschrift habe.

Werde ich dann immer nur einen Teil der Trainingsrunden mitfahren und die Anderen fahren alleine eine größere Runde? Gehöre ich dann überhaupt noch dazu? Ich habe mir fest vorgenommen, mich nicht verrückt zu machen, bis ich genau Bescheid weiß, was den Lungenhochdruck auslöst, ob, und wenn ja, wie, er behandelbar ist. Es bringt nichts, sich in „was wäre wenn“ aufzureiben oder in unnötigem Selbstmitleid zu versinken. Ebenso ist es dämlich etwas zu verharmlosen oder sich in Sicherheit zu wiegen um dann später in ein tiefes Loch zu fallen.

Best Worscht

So radel ich also mit ein paar Gedanken durchs Land, freue mich riesig über die tolle Übersetzung, die mein Canyon hat, denn ich komme wesentlich besser die kleinen Brückenanstiege hoch und habe sogar noch Gänge übrig und wir genießen das gute Wetter. Irgendwann biegen wir falsch ab, weil wir dachten, dass es ganz bestimmt hier lang geht, aber der Weg mündet in ein 5 Sterne Pferdehotel und dann in den Wald. Das ist für die Rennräder jetzt natürlich nicht ganz so das Wahre, also drehen wir wieder um und fahren ein Stück zurück um dann richtig abzubiegen. Hätte ja auch gut gehen können.

Wir sind zeitig vor dem Unwetter, dass uns erst spät in der Nacht erreicht, zurück daheim. Wenigstens hat der Wetterbericht heute nicht ganz unrecht gehabt.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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